Die Handball-EM hat ihren ersten Schiedsrichter-Aufreger - bevor sie überhaupt losgegangen ist! Die Europäische Handballföderation (EHF) zog zwei Schiedsrichter zurück, weil diese offenbar einen Nachweis zu ihrem Fitnesszustand manipuliert haben.
Bizarrer Eklat vor Handball-EM
Schiri-Aufreger schon vor EM-Start
Fünf Tage vor dem Auftakt des Turniers teilte die EHF mit, dass zwei Schiedsrichter aus Nordmazedonien, Slave Nikolov und Gjorgji Nachevski, nicht an der EM teilnehmen werden.
Der Verband erklärte, dass alle Schiedsrichter vor dem Event ein „obligatorisches Konditionstraining absolvieren“ müssen. So solle sichergestellt werden, dass die Unparteiischen „den Leistungsstandards des Turniers entsprechen“.
Manipulation! Schiedsrichter vor Handball-EM aussortiert
Acht und vier Wochen vor den ersten Spielen müssen die Schiris Videoaufzeichnungen abliefern, die vom „Fitnesspartner der EHF, Fitgood Pro, ausgewertet“ werden.
Bei den Aufnahmen der beiden Nordmazedonier gab es offenbar Auffälligkeiten. Ende Dezember sei man darauf hingewiesen worden, dass es zu Veränderungen der Aufnahmen gekommen sein könnte: „Die EHF ließ das Material daraufhin von den Experten von Fitgood Pro weiter analysieren und übergab das Filmmaterial an ihren Integritätspartner Sportradar.“
Das Resultat: „Die eingehende Analyse ergab Hinweise darauf, dass die Videos mit hoher Wahrscheinlichkeit manipuliert wurden.“
Und so kam es zu dem Ausschluss, der noch weitere Folgen haben könnte. Die EHF behalte sich rechtliche Schritte vor. 17 Schiedsrichterpaare fahren nun zur EM, die am 15. Januar beginnt.