Handball-EM>

Handball-EM: Fritz warnt – DHB zu abhängig von Wolff-Paraden

Legende mahnt DHB-Team

Henning Fritz ist weiter optimistisch und sieht neben den Torhütern einen weiteren großen Trumpf beim DHB-Team.
Die deutschen Handballer feiern einen perfekten Start in die EM-Hauptrunde. Gegen Dänen-Schreck Portugal gelingt ein knapper Erfolg, der die Halbfinal-Hoffnung nährt.
Henning Fritz ist weiter optimistisch und sieht neben den Torhütern einen weiteren großen Trumpf beim DHB-Team.

Der frühere Weltklasse-Torhüter Henning Fritz sieht bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft im EM-Verlauf bisher eine zu große Abhängigkeit von der „unfassbar guten“ Torhüterleistung.

„Unsere Keeper können uns nicht immer retten“, sagte der Weltmeister von 2007 der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten: „Wenn diese mal nicht so überragend halten, stellt sich die Frage, ob die Mannschaft das kompensieren kann.“

Für die deutschen Handballer geht es am Samstagabend (ab 20.30 Uhr im Liveticker) mit dem zweiten Hauptrundenspiel gegen Norwegen weiter.

Wolff gibt starken Rückhalt

In der ersten Hauptrundenpartie am Donnerstag gegen Portugal (32:30) hatte DHB-Keeper Andreas Wolff seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel gehalten. Fritz sei aber „optimistisch“, dass sich Wolffs Vorderleute in den kommenden Spielen noch steigern, „weil die immer noch recht junge Mannschaft mit jedem Spiel dazu lernt und wichtige Erfahrungen sammelt.“

Tiefe im Kader als zweiter Trumpf

Neben den Torhütern sei „die Variabilität“ der zweite Trumpf der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason, die als einzige der Hauptrundengruppe I eine makellose Bilanz aufweist und an der Spitze steht: „Hat mal einer der Leistungsträger einen schlechten Tag, springt ein anderer ein. Das ist für den Bundestrainer eine komfortable Situation.“