Der Traum von Gold lebt! Deutschland steht im Finale der Handball-EM. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich in einem packenden Halbfinale gegen Kroatien dank einer überragenden Abwehr-Vorstellung in der zweiten Hälfte mit 31:28 (17:15) durch und spielt dadurch am Sonntag (18 Uhr) um Gold!
Handball-EM: Finale! Deutschlands Handballer träumen von Gold
Finale! Deutsche Demonstration
„Ich bin ziemlich stolz auf die Jungs, dass sie durch diese Todesgruppe marschiert sind. Angriffsmäßig war das sehr gut gegen die 5:1-Abwehr. Wir hätten sicherlich höher gewinnen können, aber ich bin extrem stolz, dass die Jungs das durchgezogen haben“, schwärmte Gislason nach Abpfiff in der ARD.
Deutschland agierte zu Beginn nervös und leistete sich viele Ballverluste, bestrafte in Durchgang eins allerdings auch die Fehleranfälligkeit der Kroaten im Sieben-gegen-Sechs und kam so immer wieder zu einfachen Treffern auf das verwaiste Tor (17:15, 30.).
Handball-EM: Deutsche Abwehr lässt Kroatien verzweifeln
In Durchgang zwei stellte das DHB-Team dann die Fehler ab und zog schnell auf eine Sechs-Tore-Führung davon (22:16, 36.). Immer wieder glänzte vor allem Justus Fischer in der Defensive mit geblockten Rückraumwürfen. Kroatien blieb knapp acht Minuten ohne Torerfolg und wirkte gegen die starke DHB-Abwehr phasenweise ideenlos.
„Das war eine unglaubliche Abwehrleistung. Die räumen alle Kreuzungen ab. Das muss Turnierrekord sein. Fischer hat drei Bälle in einem Angriff geblockt. Unglaubliche Leistung“, zeigte sich der Bundestrainer beeindruckt.
Handball-EM: Köster schwärmt von „grandioser Teamleistung“
Aufgrund verpasster Chancen des DHB-Teams blieb die Partie aber spannend. Kroatien verkürzte sogar noch auf einen Zwei-Tore-Rückstand (30:28, 59.). Renars Uscins sorgte schließlich für die Entscheidung (31:28, 60.).
„Es war wahnsinnig wieder. Ich bin super happy. Wir stehen jetzt im Finale“, sagte Julian Köster nach dem Sieg. „Es war wieder eine grandiose Teamleistung. Wir hatten zwischenzeitlich große Probleme, ins richtige Timing zu kommen gegen die 5:1-Abwehr. Aber zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir das sehr gut geschafft und immer wieder die Lücken gefunden.“
Handball-EM: Wolff wird Spieler des Spiels
Im deutschen Tor agierte auf Andreas Wolff in den entscheidenden Momenten auf Top-Niveau. Dank seiner 13 Paraden wurde er in der Folge zum Spieler des Spiels gekürt.
„Die Abwehr war überragend. Nicht nur durch die Blockarbeit. Auf die Abwehr konnte man sich immer verlassen. Und Andreas Wolff hilft dann auch“, schwärmte Experte Dominik Klein in der ARD von der Defensivleistung. „Das ist eine sensationelle Leistung. Wer hätte das vor dem Turnier gedacht?“
Der Final-Gegner des DHB-Teams wird noch ermittelt. Im zweiten Halbfinale treffen am Freitagabend Dänemark und Island aufeinander (20.30 Uhr im SPORT1-Liveticker).