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Handball-EM: Gislason sieht deutschen Vorteil

Gislason sieht deutschen Vorteil

Bundestrainer Alfred Gislason macht vor dem Halbfinale gegen Kroatien einen Faktor aus, der für Deutschland zum entscheidenden Vorteil werden könnte.
Juri Knorr wirft die deutsche Handball-Nationalmannschaft nahezu eigenhändig ins EM-Halbfinale. Ein Teamkollege und sein Trainer loben den DHB-Star.
Bundestrainer Alfred Gislason macht vor dem Halbfinale gegen Kroatien einen Faktor aus, der für Deutschland zum entscheidenden Vorteil werden könnte.

Gelingt dem DHB-Team im Halbfinale gegen Kroatien am Freitag (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER) der Einzug ins Endspiel? Bundestrainer Alfred Gislason hat im Vorfeld der Partie einen möglicherweise entscheidenden Vorteil ausgemacht, der Deutschlands Träume vom ersten Titel seit 2016 begünstigen könnte.

In der Hammergruppe der Hauptrunde mit hochkarätigen Gegnern wie Dänemark, Portugal, Frankreich, Norwegen und Spanien ist die deutsche Mannschaft bereits an Spiele mit Endspielcharakter gewöhnt und spart sich vor dem Halbfinale auch die Reisestrapazen des Gegners.

Die Halbfinals finden wie die Hauptrundenspiele der deutschen Mannschaft im dänischen Herning statt, während Kroatien aus dem schwedischen Malmö anreisen muss. „Ohne Frage ist das ein kleiner Bonus für die Mannschaften, die in dieser Gruppe waren. Nicht nur das, sondern alle aus der anderen Gruppe müssen zwei Tage hintereinander spielen und dann jetzt reisen“, erklärte Gislason.

Gislason: „Im Halbfinale gibt jeder alles“

Während Deutschland in dieser Woche am Dienstag einen Tag Pause zwischen den letzten beiden Spielen der Hauptrunde einplanen konnte, mussten die Teams aus der kroatischen Gruppe sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch spielen. „Aber was soll es? Wenn man jetzt im Halbfinale ist, gibt jeder alles und da wird jeder Schmerz und jede Müdigkeit schnell vergessen“, meinte der Bundestrainer.

Zu groß waren der Schmerz und die Schwere der Verletzung hingegen bei Kroatien-Star Zvonimir Srna. Der linke Rückraumspieler zog sich bereits im Spiel gegen Slowenien einen Riss des Adduktorenmuskels im rechten Oberschenkel zu und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen - auch im restlichen Turnierverlauf.

In der Vorbereitung auf die EM setzte sich die deutsche Mannschaft bereits zweimal gegen Kroatien durch und gewann in Zagreb mit 32:29 sowie in Hannover mit 33:27. Ob dies im Turniermodus auch im dritten Anlauf gelingt, wird sich am Freitag zeigen.

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