Handball-EM>

Handball-EM: "Ich habe tausend Blutuntersuchungen gemacht"

Krankheiten? Knorr „optimistisch“

In den vergangenen Jahren hatte der deutsche Spielmacher Juri Knorr immer wieder mit hartnäckigen Krankheiten zu kämpfen. Nun verrät der 25-Jährige, woran das seiner Meinung nach gelegen haben könnte.
Dank eines herausragenden Andreas Wolff im Tor haben die deutschen Handballer ihre Generalprobe für die Handball-EM bestanden und sich mit dem zweiten Testspiel-Sieg gegen Angstgegner Kroatien auf das Turnier eingestimmt.
In den vergangenen Jahren hatte der deutsche Spielmacher Juri Knorr immer wieder mit hartnäckigen Krankheiten zu kämpfen. Nun verrät der 25-Jährige, woran das seiner Meinung nach gelegen haben könnte.

Juri Knorr wurde in seiner Karriere schon des Öfteren von Krankheiten zurückgeworfen. Besonders heftig erwischte es ihn in der vergangenen Saison, als die Weltmeisterschaft auf dem Programm stand. Gleich dreimal binnen weniger Wochen musste der Spielmacher der deutschen Handball-Nationalmannschaft pausieren.

Zunächst hatte Knorr am Jahresende 2024 mit einer Bronchitis zu kämpfen. Bei dem im Januar 2025 gestarteten Turnier erlitt er dann einen Rückfall und verpasste die beiden Hauptrundenpartien gegen Italien und Tunesien. Im Februar musste der Edeltechniker zu allem Übel ein drittes Mal krankheitsbedingt kürzer treten. Nun aber scheinen solche Zeiten der Vergangenheit anzugehören.

Jedenfalls fühlt sich Knorr selbst stabiler als in den Vorjahren. „Ich glaube, dass es mit der Luftqualität zusammenhängt. In der Region Stuttgart und Heidelberg ist diese nicht optimal, wird wissenschaftlich immer wieder gesagt. Jetzt spiele und lebe ich wieder im Norden in der Nähe des Meeres“, sagte der gebürtige Flensburger in einer Medienrunde vor dem EM-Auftakt der DHB-Auswahl am Donnerstag gegen Österreich.

Handball: Krankheiten für Knorr „ziemlich nervig“

„Ich habe tatsächlich gerade im letzten Jahr viel darüber nachgedacht, weil es schon ziemlich nervig war“, führte Knorr aus: „Ich war nicht nur im Turnier krank, sondern auch schon davor zwei Wochen lang und habe Antibiotika genommen. Hinterher war ich wieder krank. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woran das liegen könnte. Ich habe tausend Blutuntersuchungen gemacht, die Ernährung beobachtet, mit Ärzten gesprochen.“

Im vergangenen Sommer kehrte Knorr der Handball-Bundesliga den Rücken und wechselte von den Rhein-Neckar Löwen zum dänischen Top-Klub Aalborg Handbold. Seither geht es ihm gesundheitlich besser. „Ich hatte zu Beginn meiner Zeit in Aalborg eine Erkältung und danach nichts mehr. Das stimmt mich optimistisch“, berichtete er: „Ich hoffe, dass ich gesund bleibe im Turnier. Toi, toi, toi, dass nicht wieder etwas passiert.“

Ein gesunder Knorr wäre für das DHB-Team bei der EM Gold wert. Nach den bereits kniffligen Duellen in der Vorrundengruppe A mit Österreich, Serbien und Spanien könnte in der Hauptrunde noch größere Konkurrenz warten: Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, der WM-Vierte Portugal und Co-Gastgeber Norwegen sind die wahrscheinlichsten Gegner.