Die Schweizer Handball-Nationalmannschaft hat sich an der Europameisterschaft dank eines deutlichen 43:26-Erfolgs gegen Montenegro und der entscheidenden Schützenhilfe Sloweniens sensationell für die Hauptrunde qualifiziert.
Handball-EM: Schweiz feiert! „Das Wunder von Oslo“
Schweiz feiert! „Das Wunder von Oslo“
Das überraschende Weiterkommen sorgte in der Schweizer Medienlandschaft für breite und emotionale Reaktionen.
Handball-EM: Schweiz feiert „das Wunder von Oslo“
„Das Wunder von Oslo ist geschehen“, feierte die Aargauer Zeitung: „Die Schweiz zerstört Montenegro im letzten EM-Spiel regelrecht und weil die Slowenen die Färinger schlagen, steht das Team in der Hauptrunde.“
Die letzten Minuten des langen EM-Abends und die bangen Blicke auf das Parallelspiel hatten es in sich: „Nach dem Sieg fahren die Schweizer zurück ins Hotel und schauen sich während des Abendessens das Spiel zwischen Slowenien gegen Färöer Inseln an. Um 22.12 Uhr bricht der Jubel aus. Weil ‚das Wunder von Oslo‘ nach einem 30:27 für die Slowenen Tatsache ist", berichtete die Zeitung.
Es gibt den Handball-Gott doch
Der Tages-Anzeiger hob die dramatische Wendung innerhalb weniger Stunden hervor und schrieb: „Die Ausgangslage für die Schweizer Handball-Nationalmannschaft vor dem letzten Gruppenspiel an der Europameisterschaft war schlecht. Und nur wenige Stunden später ist das Wunder perfekt. Das Turnier geht für die Schweizer Handballer doch noch weiter. Statt nach Hause reisen die Schweizer nun zur Hauptrunde der EM in Malmö.“
Das Boulevardblatt Blick griff eine frühere Aussage des Schweizer Nationaltrainers Andy Schmid auf, der nun selbstironisch einräumen musste: „Ich habe vor Jahren gesagt, dass es keinen Handball-Gott gibt. Wenn Färöer gewinnt, gibt es wirklich keinen. Wenn sie verlieren, gibt es ihn doch.“
Schweiz kämpft sich durch schwierige Gruppe
Sportlich war dem Einzug in die Hauptrunde ein äußerst wechselhafter Gruppenverlauf vorausgegangen. Nach einem vielversprechenden Start hatte die Schweiz im zweiten Spiel gegen Slowenien einen unerklärlichen Blackout erlebt und eine komfortable Führung in der zweiten Halbzeit verspielt, wodurch das Weiterkommen nicht mehr in den eigenen Händen lag.
Im abschließenden Gruppenspiel gegen Montenegro ging es deshalb weniger um den Gegner als um die nötige Tordifferenz. Mit einem Auftritt voller Entschlossenheit hielten sich die Schweizer im Rennen und durften schließlich doch noch jubeln – besonders, weil Slowenien die Färöer Inseln besiegte und damit das Weiterkommen ermöglichte. So wurde aus einer fast aussichtslosen Ausgangslage ein echtes EM-Wunder.