Handball-Bundesliga>

Der HSV Hamburg ist die Wundertüte

Der HSV Hamburg ist die Wundertüte

Die nächste Runde DKB HBL steht vor der Tür. SPORT1 wirft einen Blick auf die neue Saison in der stärksten Liga der Welt.
Pascal Hens spielt bereits seit 2003 für den HSV Hamburg
Pascal Hens spielt bereits seit 2003 für den HSV Hamburg
© Getty Images
Die nächste Runde DKB HBL steht vor der Tür. SPORT1 wirft einen Blick auf die neue Saison in der stärksten Liga der Welt.

Am Samstag startet die DKB Handball-Bundesliga in ihre 38. Saison (ab Sonntag LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Vier Spiele stehen an, und mit dem Duell Lemgo gegen Kiel gibt es gleich einen Kracher zum Auftakt.

Wegen der Last-Minute-Lizenz für den HSV Hamburg in dritter und letzter Instanz gehen erstmals in der Historie der eingleisigen ersten Liga 19 Teams an den Start. Deswegen müssen auch gleich vier Teams wieder absteigen.

Neu mit dabei sind die TSG Ludwigshafen-Friesenheim, der HC Erlangen und die SG BBM Bietigheim.

Auf wen ist zu achten? Wer wird Probleme bekommen? Und welche Besonderheit hat diese Saison auf Lager?

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zur besten Handball-Liga der Welt.

Wer sind die Favoriten?

Topfavorit ist der THW Kiel.

Der deutsche Rekordmeister (19 Titel) hat sich spektakulär verstärkt und dürfte kaum zu schlagen sein.

Für den THW wäre es die vierte Meisterschaft in Folge und die zehnte in elf Jahren. Außenseiterchancen haben Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt und Vizemeister Rhein-Neckar Löwen mit dem neuen Trainer Nicolaj Jacobsen.

Wer steigt ab?

Größte Schwierigkeiten dürften die Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim und die SG BBM Bietigheim haben. Der dritte Neuling HC Erlangen ließ mit der Verpflichtung des slowakischen Nationalspielers Martin Stranovsky aufhorchen. Zwei Jahre spielte der 28-Jährige für den FC Barcelona.

Der Klassenherhalt ist für die ambitionierten Franken aber auch das einzig realistische Ziel.

Auch HBW Balingen-Weilstetten und der Bergische HC könnten Probleme bekommen - zumal es nach der Last-Minute-Lizenz für den HSV Hamburg in dritter und letzter Instanz vier Absteiger geben wird.

Wer ist die Wundertüte der Liga?

Der HSV Hamburg. Nach dem drohenden Zwangsabstieg wurde beim früheren Meister und Champions-League-Sieger der Reset-Knopf gedrückt.

Mit neuer Führung, neuem Trainer und neuen Spielern weiß keiner so recht, wo der Klub steht. "Mit der Meisterschaft werden wir nichts zu tun haben. Wir können froh sein, dass wir in der ersten Liga spielen", sagte Kapitän Pascal Hens.

Der Etat der Hamburger wurde von 9,6 Millionen Euro auf sechs Millionen reduziert.

Was ist besonders?

Spätestens ab September werden alle Augen auf Dagur Sigurdsson gerichtet sein.

Dann beginnt für den isländischen Coach von den Füchsen Berlin das kräftezehrende Doppel-Programm. Als neuer Bundestrainer soll er die deutsche Nationalmannschaft zurück zu alter Stärke führen und gleichzeitig Erfolg mit den Füchsen haben.

Erst nach der Spielzeit konzentriert er sich ganz auf den Job beim Deutschen Handballbund (DHB).