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Schwere Knieverletzung bei Rene Toft Hansen schockt THW Kiel

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Schwere Knieverletzung bei Rene Toft Hansen schockt THW Kiel

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Verletzungsflut dünnt Topklubs aus

Verletzungsflut dünnt Topklubs aus

Toft Hansens schwere Verletzung verschärft nicht nur Kiels Lage, auch Löwen und DHB-Team leiden unter einem Grundproblem. SPORT1-Experte Kretzschmar warnte schon früh.
Rene Toft Hansen Schrei Schmerzen
Rene Toft Hansen Schrei Schmerzen
© Imago
Andreas Kloo
Andreas Kloo
Anett Sattler
Anett Sattler

Es war eine Szene zum Wegschauen. In der 36. Minute im Duell zwischen dem Bergischen HC und dem THW Kiel stolperte Maximilian Weiß in THW-Kreisläufer Rene Toft Hansen hinein.

Er fiel so unglücklich auf dessen rechtes Bein, dass das Knie des Dänen seitlich wegnickte.

Mit starken Schmerzen blieb er auf dem Hallenboden liegen und wurde schließlich mit der Trage vom Feld gebracht.

Am Montag folgte die bittere Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie und Verletzung des inneren Seitenbandes - neun Monate Pause.

"Das ist brutal und tut mir für Rene unglaublich leid", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm. "Diese schlimme Verletzung bedeutet eine sehr lange Pause für Rene. Das ist ein Riesenverlust für uns im Titelkampf, aber wir müssen trotz allem gemeinsam positiv nach vorne schauen und auch für unseren Kapitän Rene in der Rückrunde alles geben", fügte er hinzu.

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Verletzungsmisere immer schlimmer

Mit Toft Hansen fällt der zweite Kieler Kreisläufer nach Patrick Wiencek (ebenfalls Kreuzbandriss) lange aus.

Linksaußen Dominik Klein leidet nach seiner langwierigen Verletzungspause an einer Kreuzbandzerrung. Beim Spiel in Köln fehlten auch Joan Canellas und Rune Dahmke angeschlagen.

Der THW humpelte quasi in die bundesligafreie Zeit.

Nach der EM-Pause geht es erst am 13. Februar in der DKB HBL weiter.

EM steht vor der Tür

"Jetzt kommt die Pause. Wir haben viel Arbeit vor uns, überhaupt eine spielfähige Mannschaft wieder hinzukriegen", blickte Gislason voraus.

Problem: Für die Nationalspieler geht es jetzt erst richtig los.

Am Montag trifft sich das DHB-Team in Berlin, um in die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Polen (15. Bis 31. Januar) zu starten.

Doch von großer Vorfreude ist zumindest bei Christian Dissinger nichts zu spüren.

"2015 erledigt! Alle meine Gedanken sind bei Rene Toft Hansen. Müde, matt und leer. Zu viele Spiele", stöhnte Christian Dissinger nach dem Sieg gegen den BHC bei Twitter.

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Auch die Nationalmannschaft ist von einer Verletzungsmisere gebeutelt. Neben Wiencek fallen die beiden Stars der Rhein-Neckar Löwen, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki für das Turnier aus.

Gislason fordert Reaktion der Liga

Gislason fordert bei SPORT1 angesichts der Verletztenliste eine Regeländerung von der DKB HBL.

"Wenn man diese Verletzungsflut Ende Dezember sieht, sollte man an die Bundesliga appellieren, dass 16 Mann auf dem Spielberichtsbogen sein sollten und die Last für die Champions-League-Vereine besser verteilt wird. Wir sehen es doch: Gensheimer und Groetzki bei den Löwen, auch bei uns fehlen haufenweise Leute durch die Mehrbelastung."

Ob eine Erhöhung von 14 auf 16 Spielern im Kader das Problem lösen würde, darf jedoch bezweifelt werden.

Das Problem ist eindeutig die Mehrfachbelastung, von Mitte September bis Ende Dezember haben die HBL-Spitzenklubs englische Wochen zu bewältigen.

Darüber hinaus wird das Niveau der HBL von Jahr zu Jahr stärker, Spiele mit angezogener Handbremse sind auch für Kiel und die Löwen nicht mehr möglich.

Kretzschmar sah Unheil kommen

Bereits zu Saisonbeginn schrieb SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar in seiner Kolumne:

"Die HBL ist die stärkste Liga der Welt, aber das ist Fluch und Segen zugleich. Vielleicht muss man in absehbarer Zeit darüber nachdenken, die Bundesliga auf 16 Teams zu verkleinern, um die wahnsinnige Belastung, die die Spieler immer wieder beklagen, etwas zu minimieren."

Kretzsche hatte offenbar schon im September eine Ahnung, wohin der enge Terminkalender Ende Dezember führen würde.