Wo ist Johnny Blue?
Handball-Bundesliga: 7000-Euro-Maskottchen spurlos verschwunden
Handball-Maskottchen verschwunden
Das Maskottchen des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart ist bereits seit ende März verschollen. Selbst ein Diebstahl ist nicht mehr ausgeschlossen.
Die Nachfragen nach dem Fehlen wurden zuletzt laut, die Schwaben verschwiegen jedoch das Fehlen. Bis zu diesem Dienstag. Da offenbarte der Bundesligist erstmals das Abhandenkommen des Maskottchens - und setzte gar einen Finderlohn auf seinen „Johnny Blue“ aus.
HBL-Klub vermisst 7000-Euro-Maskottchen
Dabei sollte es eigentlich kein schwieriges Unterfangen sein, das Maskottchen aufzutreiben. Denn: Auffälliger geht es kaum.
Johnny weist mit einem Kopf aus einer schillernden Discokugel, die rund drei Kilogramm wiegt, und rund 700 einzelnen LED-Lichtern, markante Merkmale auf. Dazu kamen rund 1,4 Kilometer Leuchtmittel zum Einsatz, eine riesige Sonnenbrille rundet das schrille Outfit ab.
7000 Euro hat der Klub aus Baden-Württemberg in Johnny Blue investiert. TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt zeigte sich bedrückt: „Eine sehr ärgerliche Sache, wir haben nicht nur finanziell viel in Johnny Blue investiert. Er ist ja kein Maskottchen von der Stange. Wir werden jetzt schauen, dass wir Ersatz finden.“
Ein kurzfristiger Ersatz - oder der alte Johnny Blue kommt doch noch einmal zurück. Denn die Stuttgarter lobten einen besonderen Finderlohn auf ihr Maskottchen aus. „Für den Hinweis, der uns zu Johnnys Kostüm führt, geben wir zwei Dauerkarten als Finderlohn aus“, schrieb der Verein bei Instagram.
Heinevetter und Co. bleiben Erstligist
Sollte das alte Kostüm nicht mehr aufzufinden sein, wäre das Basteln des neuen Kostümes ein zeitintensives Unterfangen.
Für die Herstellung seien knapp 200 Arbeitsstunden nötig gewesen, „aufgrund dieses zeitlich sehr hohen Aufwandes können wir noch nicht sagen, ob wir an unserem ersten Heimspiel der Saison wieder ein Maskottchen haben werden“, erklärten die Stuttgarter.
Immerhin können die Schwaben sportlich aufatmen: Nach einer wechselhaften Bundesliga-Saison landete die Mannschaft um Nationalkeeper Silvio Heinevetter letztlich auf Rang 15 und bleibt damit weiterhin erstklassig.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)