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Handball: DHB-Team nimmt erste Hürde in den WM-Playoffs - Knorr und Häfner machen Sorgen

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Handball: DHB-Team nimmt erste Hürde in den WM-Playoffs - Knorr und Häfner machen Sorgen

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DHB hadert nach Pflichtsieg

DHB hadert nach Pflichtsieg

In den WM-Playoffs gegen die Färöer schafft sich das DHB-Team im Hinspiel in Kiel eine gute Ausgangsposition. Aber der Sieg könnte teuer erkauft sein.
In den WM-Playoffs gegen die Färöer schafft sich das DHB-Team im Hinspiel in Kiel eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Tagen.
. SPORT1
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von SPORT1

Pflichtaufgabe erfüllt!

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft schafft sich im Hinspiel der WM-Playoffs gegen die Färöer mit einem 34:26-Sieg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch.

Alles andere als ein Scheitern gegen den absoluten Außenseiter wäre aus DHB-Sicht auch undenkbar. Wenige Tage vor dem Spiel gestand Bundestrainer Alfred Gislason in SPORT1 News, dass er an eine verpasste Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Polen und Schweden keinen Gedanken verschwendet. „Soweit möchte ich gar nicht erst denken.“

Dazu bot Kiel die passende Location für das richtungsweisende Spiel. 19 Länderspiele hat man im hohen Norden bereits gewonnen, davon die letzten fünf Partien in Folge - und es war auch der perfekte Ort zur Verabschiedung von Patrick Wiencek. Der 33-Jährige wurde nach 159 Spielen und 316 Toren im DHB-Dress verabschiedet.

Nationalspieler Patrick Wiencek ist im Anschluss an das WM-Qualifikationsspiel der deutschen Handballer gegen die Färöer feierlich verabschiedet worden. Insgesamt kam Wiencek auf 159 Länderspiel-Einsätze.
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Emotionaler Abschied von Patrick Wiencek

Freche Färinger ärgern Deutschland lange

Das deutsche Team trug zu Beginn allerdings nur bedingt zur Partystimmung in Kiel bei. Lediglich einer überragenden Leistung von Torwart Andreas Wolff war es zu verdanken, dass man zur Mitte der ersten Halbzeit mit 10:5 in Führung lag. Dies hob auch Juri Knorr nach dem Spiel bei SPORT1 nochmal hervor: „Andi hat stark gehalten, das hätte auch anders ausgehen können.“

Zur Pause stand es immerhin 17:11 und die Tendenz ging in die richtige Richtung.

Aber die Färinger zeigten sich lange als frecher Gegner, der sogar mit einem Kempa-Trick zum zwischenzeitlichen 3:5 verkürzte.

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In der zweiten Hälfte setzte sich dann die Klasse der deutschen Auswahl immer mehr durch und der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut. Rund zehn Minuten vor Schluss lag das DHB-Team zum ersten Mal mit zehn Punkten in Front (29:19).

Dass daraus nicht ein höherer Vorsprung wurde, ärgerte Gislason im Gespräch mit SPORT1. „Am Ende, wo wir mit zehn Toren vorne stehen, machen wir einige Fehler. Daher sind das nicht zehn oder mehr Tore Vorsprung.“ Dennoch könne er mit dem Ergebnis zufrieden sein. „Wir können darauf aufbauen.“

Auch für Knorr waren die acht Tore Vorsprung zu wenig, wie er nach dem Spiel befand: „34 Tore am Ende ist etwas zu wenig. Wir waren etwas zu fahrlässig in der Chancenverwertung. Wir hätten die Möglichkeiten, die uns Färöer geboten haben, besser bestrafen müssen.“

Spielmacher Luca Witzke schlug in dieselbe Kerbe: „Wir haben zu viele einfache Tore zugelassen“, haderte er mit dem in seinen Augen zu engen Ergebnis. Er selbst konnte mit seinem Spiel jedoch zufrieden sein. Der 23 Jahre alte Leipziger glänzte nicht nur als präziser Vorlagengeber, sondern strahlte auch immer wieder Torgefahr aus.

Knorr und Häfner mit Verletzung raus

Besonders bitter: Der Sieg könnte teuer erkauft worden sein. Knorr und Kai Häfner mussten zwischenzeitlich mit einer Verletzung vom Feld. Ob die beiden DHB-Akteure für das Rückspiel am Samstag wieder einsatzfähig sind, ist noch unklar.

Alfred Gislason zeigt sich mit dem Ergebnis seiner Mannschaft zufrieden. Einige Schiedsrichterentscheidungen kann der Isländer nicht nachvollziehen.
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So analysiert Gislason die Partie gegen die Färöer

Zumindest Knorr gab direkt nach dem Spiel schon leichte Entwarnung. Zwar habe es ziemlich gekracht, und tue ziemlich weh, „, aber ich glaube, es ist nichts Wildes. Heute ging es leider nicht weiter.“

Die Härte war auch ein Grund zur Ärgernis beim Bundestrainer. Zumal die Bewertung der Schiedsrichter als sehr unterschiedlich empfunden wurde. „Wir haben teilweise für sehr leichte Sachen Zeitstrafen bekommen“, erklärte er, während bei den Färingern teils sehr „robuste Fouls“ dabei gewesen waren. „Da habe ich sogar die ein oder andere rote Karte gesehen.“

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mit Sport Informationsdienst SID