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Handball-WM 2025: Gigant Wolff rettet Deutschland gegen die Schweiz

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Gigant Wolff rettet Deutschland

Ein überragender Andreas Wolff rettet Deutschland bei der Handball-WM den hart erkämpften Sieg gegen die Schweiz. Der Keeper pariert teilweise atemberaubend.
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Ein überragender Andreas Wolff rettet Deutschland bei der Handball-WM den hart erkämpften Sieg gegen die Schweiz. Der Keeper pariert teilweise atemberaubend.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat mit einem starken Schlussspurt und dank eines überragenden Andreas Wolff bei der WM den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Der Torwart parierte 20 Würfe und wurde anschließend zum Spieler des Spiels gekürt.

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Nach dem 35:28-Auftaktsieg gegen die Polen im dänischen Herning hat das DHB-Team gegen die Schweiz mit 31:29 (15:14) gewonnen. Mit 4:0-Punkten geht es für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason nun gegen Tschechien am Sonntag um den Gruppensieg. Die Teilnahme an der Hauptrunde ist bereits sicher.

Wolff nach dem Spiel unzufrieden - und mahnt

Im Anschluss an die Partie zeigte sich Wolff von der Leistung der Mannschaft unzufrieden: „Ich glaube nicht, dass ich sagen kann, dass mir das Spiel wirklich gefallen hat. Wir haben in den letzten Spielen gegen die Schweiz deutlich gewonnen und heute haben wir uns sehr lange sehr schwergetan, haben auch teilweise mit dem Rücken zur Wand gestanden und wieder mal nicht unser bestes Spiel gezeigt“, ärgerte sich der Torhüter am ZDF-Mikrofon.

Man könne froh sein, das Spiel gewonnen zu haben, das Schweizer Team habe gut gekämpft, so Wolff. Den Gegner habe man dabei aber nicht unterschätzt: „Wir haben die Schweizer schon ernst genommen, obwohl wir eben zweimal gegen sie hoch gewonnen haben. Mit Zehnder ist ihr vielleicht stärkster Spieler, neben Rubin und Portner, ausgefallen, von daher hätte man auf Papier erwartet, dass es einfacher wird.“ Dennoch: „Letztlich zählen die zwei Punkte, auf den Sieg können wir aufbauen.“

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Nach der geplanten Qualifikation für die Hauptrunde geht Wolffs Blick nun schon auf das Spiel gegen Tschechien und mahnt dabei: „Ich bin sehr froh, aber wir müssen trotzdem gegen Tschechien gewinnen, damit wir mit der maximalen Punkteausbeute in die Hauptrunde einziehen können. Da warten dann starke Mannschaften, die wir auch schon gut haben spielen sehen. Ich glaube, wenn wir gegen Dänemark spielen, dann müssen wir vielleicht drei bis vier Gänge hochschalten.“

Lobeshymnen auf Wolff

Für Kapitän Johannes Golla war Wolff der entscheidende Faktor für den Sieg: „Worauf wir uns aber heute verlassen konnten, war Andi Wolff, der endgültig im Turnier angekommen ist und heute viele Fehler im Angriff wettgemacht hat und uns so im Spiel gehalten hat und uns so die Möglichkeit gegeben hat, am Ende ein knappes Spiel zu gewinnen.“

Bundestrainer Gislason wusste ebenfalls, wer das Spiel für Deutschland gewonnen hatte: „Natürlich ist es eine überragende Leistung von Andi Wolff. Portner (Torhüter der Schweiz, Anm. d. Red.) war auch sehr gut. Aber Andi war natürlich großartig. Ich habe ihm natürlich meinen Glückwunsch ausgesprochen wegen seiner Leistung. In den Arm nehmen muss ich ihn nicht“, schwärmte der Isländer von dem 33-jährigen Routinier nach dem Spiel im ZDF. „Ich bin natürlich erleichtert, dass wir gewonnen haben. Wir haben nicht gut gespielt, größtenteils nicht gut gespielt, eigentlich nur die letzte Viertelstunde.“

Und Gislason hatte auch schon die Gründe für die Probleme erkannt: „Unser größtes Problem war heute das Zurücklaufen, wo wir dann teilweise versucht haben zu wechseln. Die Schweizer machen, glaube ich, sieben Tore von 14 aus der zweiten Welle oder schnellen Mitte. Und ich weiß nicht, wie viele es in der zweiten Halbzeit waren. Da hatten wir schon richtige Probleme“, analysierte der 65-Jährige schonungslos.

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Schweizer Coach lobt Team trotz Niederlage

Andy Schmid, der Schweizer Coach, zeigte sich trotz der Niederlage hingegen stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, wollte die Glückwünsche zu einem guten Spiel jedoch nicht annehmen: „Aber ich weiß, was sie meinen, dass wir heute, ich würde fast sagen, ein sensationelles Länderspiel gezeigt haben gegen eine Mannschaft, die eine Medaille gewinnen will.“

Das Team habe alle Grundattribute wie „Einsatzbereitschaft und Hilfsbereitschaft für den Nebenmann“ gezeigt und somit „Deutschland an den Rand einer Niederlage“ geführt.

Juri Knorr, der sich zum Auftakt gegen Polen verletzt hatte, stand gegen die Schweiz zur Verfügung. Der Spielmacher kam vor mehr als 7000 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen im dänischen Herning jedoch nicht von Beginn an zum Einsatz. Für den 24-Jährigen bot er Luca Witzke in der Startaufstellung auf.

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Deutschland verschläft den Start

Insgesamt nahm der Isländer drei Änderungen in der Startaufstellung vor. Für Lukas Mertens rückte Rune Dahmke in die Anfangsformation. Timo Kastening ersetzte Lukas Zerbe.

Die Umstellungen fruchteten gegen den Gegner jedoch zunächst nicht. Das DHB-Team suchte zunächst ohne Knorr seinen Rhythmus und leistete sich in der Offensive zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe. Da half es sehr, dass Wolff sofort in Bestform war.

Die Schweiz zog beim 2:5 (11.) erstmals auf drei Tore davon. Gislason motzte in einer Auszeit: „Wir machen zwei Tore in zehn Minuten. Der Angriff macht einen Fehler nach dem anderen. Juri kommt jetzt rein.“

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Knorr dirigierte nun gemeinsam mit Luca Witzke das deutsche Offensivspiel. Schleppend stellte sich Besserung ein. Timo Kastening vergab zunächst einen Siebenmeter (12.), doch der Offensivmotor lief nun ganz langsam heiß - Wolff, der zeitweise an einer 50-Prozent-Quote kratzte, heizte das deutsche Spiel ordentlich an. Die Schweiz blieb achteinhalb Minuten ohne eigenes Tor.

In der 22. Minute erzielte Olympia-Held Renars Uscins mit seinem vierten Treffer die erste deutsche Führung des gesamten Spiels. Die DHB-Auswahl strahlte nun etwas mehr Sicherheit aus, die Leichtigkeit aus dem Olympia-Sommer fehlte aber weiter. Der Berliner Nils Lichtlein erwies sich als belebendes Element, das 13:10 (27.) durch Knorr bedeutete die erste deutsche Drei-Tore-Führung. Zur Pause stand es 15:14.

Wolff überragt gegen die Schweiz

Doch nach dem Seitenwechsel kamen die Schweizer stark zurück. Mit 21:19 und 22:20 zogen sie vorbei und hatten durchaus Chancen auf ein höheres Polster.

Doch weil Wolff weiter überragte und das Tor vernagelte führte Deutschland nach einer starken Phase dank des Treffers von Renars Uscins mit 24:22 (46.). Sicherheit gab es aber nicht. Innerhalb weniger Minuten kippte die Partie erneut auf 24:25 (49.). Offensiv spielte Deutschland nun Sieben-gegen-Sechs. Die Uhr lief gegen das deutsche Team, das allmählich nervös wurde. Die Schweiz wurde immer mutiger, streute offensiv sogar Kempa-Tricks ein. Wolff hielt Deutschland aber im Spiel, es entwickelte sich ein Nervenspiel.

Es entwickelte sich ein Krimi, den Wolff mit atemberaubenden Paraden am Ende entschied.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)