100 Tage vor Heim-WM: DHB erzielt bereits Gewinn
Nicht nur dank des gut laufenden Ticketverkaufs zieht DHB-Vorstand Schober ein positives Zwischenfazit.
Große Ticketnachfrage, gratis Public Viewing – und eine angepeilte Kirsche auf der Torte: DHB-Vorstandschef Mark Schober hat knapp 100 Tage vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland eine für Fans, Vereine und Verband positive Zwischenmeldung verkündet.
Vor allem den großen Ansturm auf die Eintrittskarten hob Schober hervor. „Knapp über eine Million“ Karten für die Einzelspiele seien im Umlauf, berichtete Schober im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „830.000 Tickets sind davon bereits verkauft.“
Am Montag sind es noch 100 Tage bis zum WM-Auftakt in München gegen Tunesien (13. Januar). Durch den Absatz von über 80 Prozent des bisherigen Kontingents habe der DHB den „Break-even-Punkt“ überschritten und erziele nun bereits Gewinn. Dadurch könne der Verband nun „punktuell nachinvestieren, etwa um Rahmenveranstaltungen wie die Eröffnung aufzuwerten.“ Das Thema Gewinn sei klar definiert: „Überschüsse fließen zu 100 Prozent unmittelbar in den Handballsport zurück.“
DHB setzt auf den Heimvorteil
Mit einigen Projekten wollen die Ausrichter auch die Basis des Handballsports in Deutschland begünstigen. Zu einem Spiel der deutschen Mannschaft in Köln lädt der DHB 170 Ehrenamtliche aus Vereinen mit Begleitung ein, außerdem soll durch eine Aktion das Rudelgucken in den Klubs gefördert werden: Vereinen in Deutschland stellen DHB und die Rechteinhaber kostenfrei Public-Viewing-Rechte für die deutschen Spiele zur Verfügung. „Die Vereine dürfen daraus öffentliche Veranstaltungen in ihren Hallen oder Vereinsheimen machen“, erklärte Schober.
Das sportliche Abschneiden des Teams von Bundestrainer Alfred Gislason soll nach Auffassung Schobers „so unabhängig wie möglich“ vom Gesamterfolg des Turniers betrachtet werden. „Der sportliche Erfolg muss die Kirsche auf der Torte sein“, sagte er: „Nichtsdestotrotz ist unser Ziel, eine Medaille zu holen. Die Chancen stehen gut, dass wir uns diese Kirsche holen.“ Dabei setzt er auch auf den Heimvorteil durch die deutschen Fans.
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Trotz des großen Andrangs gebe es zudem noch eine Chance, an Karten für die Spiele der DHB-Auswahl zu gelangen. „Die letzte Verkaufsphase beginnt am 1. Dezember. Da geben wir noch einmal Tickets in den Verkauf“, erklärte Schober. Er gehe aber davon aus, dass die Plätze „innerhalb von ein bis zwei Minuten ausverkauft sind“.