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Das sind Europas sieglose Krisen-Klubs

Das sind Europas sieglose Krisen-Klubs

Greuther Fürth und Arminia Bielefeld sind weiter sieglos. Doch auch in anderen Top-Ligen gibt es Teams, die noch kein Spiel gewonnen haben. SPORT1 zeigt die Krisen-Klubs in Europa.
In der neuesten Ausgabe von Bundesliga Analyse dreht sich alles um die unglaublichen Bayern-Bezwinger Gladbach im Duell gegen Bochum und das 1:4-Debakel der Augsburger.
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Lukas von Hoyer
Lukas von Hoyer
von Matthias Weuthen, Lukas von Hoyer

Nach der 1:3-Niederlage gegen den SC Freiburg bleibt Greuther Fürth weiter das Schlusslicht der Bundesliga.

Das Kleeblatt wartet auf den ersten Bundesliga-Sieg der Saison und sogar den ersten Heimsieg in der Bundesliga überhaupt. Neben Fürth ist auch Arminia Bielefeld sieglos in dieser Spielzeit.

In Europas Top-5-Ligen kriselt es auch bei fünf weiteren Mannschaften gewaltig, die ebenfalls auf ihren ersten Sieg warten.

SPORT1 stellt Europas sieglose Krisen-Teams vor.

Bundesliga - nach dem 10. Spieltag

Greuther Fürth

Greuther Fürth stellt das Schlusslicht der Bundesliga dar. Der Aufsteiger ist bislang weit von einem Sieg entfernt.

Neun von zehn Spielen gingen verloren, lediglich gegen Arminia Bielefeld sprang ein 1:1-Unentschieden heraus. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Zuletzt kassierte das Team von Trainer Stefan Leitl eine 1:3-Niederlage beim SC Freiburg, davor ging man 1:4 bei RB Leipzig unter.

Während die Freiburger mit dem zehnten ungeschlagenen Spiel in Serie eine Vereinsbestmarke eingestellt haben, setzt sich der Abwärtstrend der Gäste fort. Ein kurioses Eigentor leitet die achte Niederlage in Folge ein.
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Totaler Blackout! Asta mit Eigentor der Saison

Fürth stellt die schlechteste Abwehr der Liga und erzielte erst sieben Treffer, wovon drei Elfmeter waren. Bisher präsentiert sich das Team nicht bundesligareif.

Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld steht nach zehn Spielen in der Bundesliga mit fünf Punkten auf Platz 17.

Hauptproblem ist bei den Arminen die Chancenverwertung. Mit nur sechs Toren in zehn Spielen stellt das Team den schlechtesten Sturm der Liga. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Das kann auch eine halbwegs stabile Abwehr nicht mehr kompensieren. Mit 16 Gegentoren bewegt sich die Mannschaft von Kramer auf einem Niveau wie Bayer Leverkusen (16) und Borussia Dortmund (15).

Mainz bot in Bielefeld eine reife Vorstellung. Beim 2:1-Erfolg profitierte der FSV von Abwehrpatzern der Arminia. Jonathan Burkardt vollendet einen dieser Fehler zum Siegtreffer.
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Burkardt eiskalt: Hier luchst der Stürmer seinem U21-Kollegen den Ball ab

Premier League - nach dem 10. Spieltag

Newcastle United

Der Klub aus Newcastle ist seit einigen Wochen täglich in den Schlagzeilen.

Das hat aber definitiv nicht mit dem sportlichen Erfolg zu tun, sondern viel mehr mit der Übernahme des Klubs von Eigentümern, die unter dem Einfluss von Kronprinz bin Salman aus Saudi Arabien stehen.

Diesem werden einige Menschenrechtsverletzungen und andere Vergehen vorgeworfen.

Die Übernahme wurde in Newcastle von vielen Fans trotzdem gefeiert, was an dem Geldsegen liegen dürfte, der den Klub erwartet. Liverpools Trainer Jürgen Klopp erklärte bereits, dass er glaube, dass United eine Supermacht des Fußballs werden könnte.

Newcastle United plant nach der saudi-arabischen Übernahme die ersten Top-Transfers. Auch ein deutscher Nationalspieler soll wohl auf dem Zettel stehen. Wird Newcastle die neue Fußball-Übermacht?
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Wird Newcastle mit diesen Transfers zur Supermacht?

Transfers dürften bereits in diesem Winter getätigt werden, denn sonst droht der Abstieg. Der Klub hat nur vier Punkten aus zehn Spielen geholt und war zuletzt am Wochenende gegen Chelsea chancenlos (0:3).

Mit John Terry wird eine Klub-Legende von Chelsea als Trainer von Newcastle gehandelt. Aber auch Unai Emery, Lucien Favre und Paulo Fonseca sollen noch im Rennen sein.

Der neue Trainer kann nicht schnell genug kommen, denn sportlich befindet sich der Verein in einer sehr prekären Lage. Einzige Lichtblicke bei Newcastle sind bisher der Ex-Hannoveraner Allan Saint-Maximin und Stürmer Callum Wilson.

Norwich City

Für den deutschen Trainer Daniel Farke läuft es in der Premier League derzeit alles andere als gut. Der Coach von Norwich City hält mit seiner Mannschaft die rote Laterne.

Zwei Remis stehen acht Niederlagen gegenüber, eine enttäuschende Bilanz. Es droht der direkte Wiederabstieg für den Aufsteiger.

Bereits in der Spielzeit 2019/20 war Farke mit Norwich aus der Premier League abgestiegen, nachdem er den Klub ein Jahr zuvor in die wohl stärkste Liga der Welt geführt hatte.

Der 45-Jährige wird in Norwich sehr geschätzt, allerdings ist fraglich, ober auch einen weiteren Abstieg überstehen könnte - und bei 25 Gegentoren bei erst drei eigenen Treffern sieht es stark danach aus.

Auch die Ex-Bremer Milot Rashica und Josh Sargent können die Misere von Norwich bisher nicht verhindern.

La Liga - nach dem 11. Spieltag

UD Levante

Auch in La Liga gibt es mit UD Levante ein Team, das immer noch sieglos ist. Levante war 2015/16 in das spanische Oberhaus aufgestiegen und hatte den Klassenerhalt seitdem recht souverän erreicht.

Diesmal liegt der Klub aus Valencia aber bisher nur auf dem 19. und vorletzten Rang. In elf Partien gab es jedoch immerhin schon sechs Unentschieden.

Am vergangenen Donnerstag feierte Levante mit einem 2:2 gegen den Meister Atlético Madrid einen Achtungserfolg, im Heimspiel gegen den FC Granada setzte es jedoch direkt wieder eine Niederlage.

Paco Lopez wurde von UD Levante entlassen
Paco Lopez wurde von UD Levante entlassen

Real Madrid (3:3, FC Barcelona (0:3), FC Sevilla (3:5) und Real Sociedad San Sebastian (0:1) gehörten allerdings neben Meister Atlético zum Auftaktprogramm für das Team von Neu-Trainer Javier Pereira.

Angesichts der starken Gegner verfällt man bei Levante noch nicht komplett in Panik, wenngleich man sich nach der Niederlage beim Aufsteiger RCD Mallorca (0:1) von Trainer Paco Lopez getrennt hatte.

Ligue 1 - nach dem 12. Spieltag

AS Saint-Étienne

Das Schlusslicht der Ligue 1 wartet ebenfalls noch auf den ersten Saisonsieg. Der AS Saint-Étienne hat neben sechs Pleiten aber auch schon sechs Unentschieden eingefahren.

Zuletzt blieb ein Befreiungsschlag im Krisengipfel gegen den Vorletzten FC Metz jedoch aus. Zuhause kam der Traditionsklub, der bereits zehn Meisterschaften holte, nicht über ein 1:1 hinaus.

Die großen Zeiten des Vereins liegen inzwischen lange zurück, die letzte Meisterschaft konnte vor 40 Jahren im Jahr 1981 errungen werden.

Allerdings spielte Saint-Étienne in den vergangenen Jahren immerhin um die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb mit.

Doch in diesem Jahr geht es wohl nur um das Überleben in der Liga.