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Adeyemi hat "keine Angst" und enthüllt Details zum Barcelona-Transfer

Adeyemi enthüllt Details zum Wechsel

Karim Adeyemi hat sich nach dem Wechsel zum FC Barcelona sein erstes größeres Interview gegeben. Der 24-Jährige spricht über ambitionierte Ziele, Lamine Yamal und eine BVB-Legende.
Karim Adeyemi freut sich in Barcelona auf die Zusammenarbeit mit Lamine Yamal. Auch wenn Lionel Messis Level unerreichbar bleibe, traue er dem Youngster zu, den Ballon d’Or zu gewinnen.
Lars Hinzberg
Karim Adeyemi hat sich nach dem Wechsel zum FC Barcelona sein erstes größeres Interview gegeben. Der 24-Jährige spricht über ambitionierte Ziele, Lamine Yamal und eine BVB-Legende.

Marc-André ter Stegen, Bernd Schuster und nach seinem Wechsel nun Karim Adeyemi: Deutsche Spieler beim FC Barcelona haben durchaus Tradition. Nicht nur durch die Leistungen seiner genannten Vorgänger sind die Erwartungen hoch bei einem der größten Vereine der Welt. Wie er den Konkurrenzkampf im Team sieht und wie die Verhandlungen mit Hansi Flick liefen, verriet er in seinem ersten Interview mit der spanischen Mundo Deportivo.

Druck oder gar eine Furcht verspürt der 24-Jährige vor seiner neuen Aufgabe nicht, obwohl die Offensive der Katalanen rund um Lamine Yamal, Raphinha & Co. hochkarätig besetzt ist. „Ich habe vor keinem Spieler Angst. Ich weiß, dass ich eine Chance auf einen Einsatz habe, wenn ich mein Bestes gebe“, bekräftigte der Ex-Dortmunder selbstbewusst.

Adeyemi trifft in Barcelona wieder auf Förderer Flick

Mindestens 22 Millionen Euro und einen Vertrag bis 2031 war diese Einstellung dem spanischen Meister wert. Eine treibende Kraft dahinter war wohl auch sein neuer Trainer Hansi Flick, der ihn als Bundestrainer einst in die Nationalelf beförderte. Große Überredungskünste brauchte der Coach in den Verhandlungen anscheinend nicht.

„‚Überzeugen‘ ist das falsche Wort. Er hat mich einfach angerufen und gefragt, ob ich kommen möchte. Ich habe ihm gesagt: ‚Natürlich‘, denn es ist der größte Verein der Welt, und solche Chancen bieten sich nur einmal im Leben. Er musste mich nicht überzeugen. Ich vertraue ihm schon seit Langem und habe großen Respekt vor ihm“, gab Adeyemi einen Einblick in die Verhandlungen.

In Deutschland kam der Schritt zum spanischen Topklub für viele Fans dennoch überraschend. Es war aber wohl nicht der erste Versuch der Katalanen, den Flügelflitzer zu verpflichten: „Es gab kleine Kontakte, aber nichts wirklich Konkretes“, offenbarte der 24-Jährige. Umso glücklicher ist er nun über die erneute Zusammenarbeit mit Flick:

„Ich hoffe, dass er Dinge in mir sieht, die ich der Mannschaft auf dem Platz bringen kann. Er kennt mich aus der Nationalmannschaft sehr gut, und wir stehen uns sehr nahe.“

Rückkehr ins DFB-Team?

Mit den Argumenten von 61 Torbeteiligungen aus vier Jahren in Schwarzgelb im Gepäck reiste der gebürtige Münchener nach Spanien, und mit der Rückendeckung seines einstigen Förderers in der Nationalmannschaft.

Dort war Adeyemi unter Flicks Nachfolger Julian Nagelsmann zuletzt außen vor, verpasste unter anderem die WM in diesem Sommer. Mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp werden die Karten beim DFB nun wieder neu gemischt. Von Personalien will der Flügelstürmer sein DFB-Comeback aber nicht abhängig machen:

„Letztendlich muss ich es auf dem Platz beweisen. Nur ich selbst kann entscheiden, ob ich wieder in die Nationalmannschaft zurückkehre oder nicht. Ich bin überzeugt, dass ich dabei sein werde, wenn ich gut spiele.“

Der Gewinn der Champions League ist das große Ziel beim FC Barcelona

Vor einer Rückkehr ins Deutschland-Trikot muss es aber zweifelsohne erstmal mit dem FC Barcelona funktionieren. Die Ziele sind erwartungsgemäß groß: „Ich habe das Gefühl, dass es eine sehr gute Saison wird, hoffentlich mit vielen Titeln. Es warten große Dinge auf uns, wir wollen alles gewinnen und wir können es auch – dafür trainieren wir und geben jeden Tag unser Bestes.“

Der wichtigste Titel dabei? Die Champions League. Nach zwei recht ungefährdeten Meisterschaften in Serie ist die Marschroute der Katalanen klar auf den Henkelpott ausgerichtet. Auch für Adeyemi, der mit dem BVB 2024 schon knapp dran war, im Finale jedoch Barcas Erzrivalen von Real Madrid unterlag.

„Mein Traum ist es, die Champions League zu gewinnen. Ich hatte es fast geschafft, aber leider haben wir verloren, und das ist mein Traum.“

Mit an seiner Seite bei der märchenhaften CL-Reise der Borussen war auch eine echte BVB-Legende, die Adeyemi im Nachgang noch immer schwer beeindruckt. Die besten Mitspieler seiner Karriere? „Marco Reus war einer der Besten. Thomas Müller ebenfalls.“