Ein Freundschaftsspiel sieht wahrlich anders aus! Im saisonvorbereitenden Aufeinandertreffen zwischen Atlético Madrid und Olympique Marseille kam es bereits in der vierten Spielminute zu einem rüden Foul. Giuliano Simeone, Sohn von Trainer Diego Simeone, räumte seinen Gegenspieler Igor Paixao heftig ab.
Rüde Attacke von Simeone-Sohn
Rüde Attacke von Simeone-Sohn
Der Brasilianer wälzte sich am Boden umher und schrie immer wieder – augenscheinlich vor Schmerzen – auf. Schnell bildete sich ein Pulk mit Spielern aus beiden Mannschaften um Referee Aurélien Petit. Der französische Unparteiische beließ es jedoch zur Verwunderung einiger Akteure bei einer Gelben Karte für Simeone.
Doch von vorne: Im Orange Vélodrome in Marseille wollten sich die Madrilenen den Feinschliff für die neue LaLiga-Saison holen. Mit dem Ex-Leverkusener Alejandro Grimaldo in der Startformation wollte Papa Simeone seine Defensivoptionen testen.
Simeone begeht heftiges Foul
Nach nur wenigen Minuten dann aber diese Szene: Auf der linken Außenbahn der Franzosen spielte Linksverteidiger Emerson einen Ball an die Außenlinie zu Landsmann Paixao. Der legte sich den Ball an Simeone vorbei, der Argentinier kam mit seiner Grätsche zu spät und holte den Offensivmann heftig von den Beinen.
Wie auf den TV-Bildern zu erkennen war, traf Simeone zu keinem Zeitpunkt den Ball – Gegner Paixao dafür umso mehr. Mit offener Sohle erwischte Simeone den 26-Jährigen am rechten Schienbein direkt oberhalb des Knöchels. Wie die spanische Marca später schrieb, soll Paixao gar eine blutende Wunde davongetragen haben.
Paixao konnte die Partie fortsetzen – und netzte in der 22. Spielminute zum zwischenzeitlichen 1:0. Simeone wurde in der 36. Minute ausgewechselt. Rodrigo Mendoza (39.) und Carlos Martin (78.) drehten die Partie in der Folge jedoch noch für die Rojiblancos.
Simeone hatte bei der zurückliegenden WM noch im Aufgebot Argentiniens gestanden und war erst im Finale an Spanien gescheitert.