Völlig wilde Szenen um WM-Fahrer
Hat jemals ein Torwart so einen Elfmeter gehalten?
In der AFC Champions League kommt es beim Duell zwischen Al-Hilal und Al-Gharafa zu einem Handgemenge. Ein niederländischer WM-Fahrer rückt dabei in den Mittelpunkt. In der Folge gibt es zwei Platzverweise.
Um Crysencio Summerville haben sich am Dienstag wilde Szenen ereignet. Der WM-Fahrer aus den Niederlanden, der im Sommer zu Saudi-Klub Al-Hilal gewechselt war, war beim 2:1 (1:0) gegen Al-Gharafa in ein Handgemenge verwickelt, das in zwei Platzverweisen resultierte.
Die beiden Vereine trafen in der AFC Champions League aufeinander. Es war gerade mal etwas mehr als eine halbe Stunde gespielt, ehe vor einem Einwurf Summerville und Gegenspieler Abdulrahman Al-Rashidi aneinandergerieten.
Schubserei! Rot für Summerville
Beide Akteure begannen, einander hin und her zu schubsen und sich gegenseitig am Trikot zu ziehen. Summerville hatte schließlich die Nase voll und schubste Al-Rashidi so fest, dass dieser zu Boden ging.
Es folgte ein großes Handgemenge zwischen Feldspielern, Auswechselspielern und Betreuern beider Mannschaften. Der Schiedsrichter zückte die Rote Karte. Wegen der Rudelbildung war zunächst nicht zu erkennen, wer genau gemeint war. Al-Hilal-Coach lief Simone Inzaghi auf den Unparteiischen zu, um sich zu erkundigen.
Gemeint war Summerville. Der 24-Jährige musste von seinen Mitspielern und Betreuern beruhigt werden und wurde in die Kabine geschickt.
Auch Bennacer vom Platz gestellt
Nach VAR-Eingriff folgte aber noch eine zweite Rote Karte: Ex-Milan-Profi Ismael Bennacer hatte Summerville während des Handgemenges kräftig an den Haaren gezogen. Also wurde auch er vom Platz gestellt.
Es dauerte eine Weile, ehe sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. Al-Hilal siegte schließlich mit 2:1. Rúben Neves (45.+3, per Elfmeter) und Sergej Milinkovic-Savic trafen für den Gastgeber. Hassan Alaa Aldeen verkürzte spät noch auf 1:2 (90.+2).
Summerville beeindruckte bei der WM
Mit starken Auftritten bei der Weltmeisterschaft hatte sich Offensivspieler Summerville einem Millionenpublikum präsentiert. Für kolportierte 64 Millionen sicherte sich Vizemeister Al-Hilal die Dienste des 24-Jährigen.
Der pfeilschnelle Flügelspieler hatte im Trikot der niederländischen Nationalmannschaft bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada für Furore gesorgt. In vier Spielen, von denen er nur zwei von Beginn an bestritt, kam er auf eine Torbeteiligung pro Partie.
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Einziger Wermutstropfen: Ausgerechnet beim WM-Aus im Sechzehntelfinale hatte er im Elfmeterschießen gegen Marokko verschossen.