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Ohne Real Madrid und FC Barcelona: Spanische Klubs bestätigen Liga-Teilverkauf

Real und Barca boykottieren Milliarden-Deal

Real Madrid und der FC Barcelona lassen ihren Ankündigungen Taten folgen und weigern sich, den neuen Investoren-Vertrag der Liga zu unterzeichnen - mit Folgen.
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Real Madrid und der FC Barcelona lassen ihren Ankündigungen Taten folgen und weigern sich, den neuen Investoren-Vertrag der Liga zu unterzeichnen - mit Folgen.

Ohne die beiden Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona ist im spanischen Profi-Fußball der milliardenschwere Teilverkauf von LaLiga an die internationale Beteiligungsgesellschaft CVC beschlossen worden.

Bei der Ratifizierung nahmen am Donnerstag nach Angaben von Liga-Chef Javier Tebas 38 von insgesamt 42 Klubs den Deal an. Außer Real und Barca verweigerten auch Athletic Bilbao und ein weiterer Verein, der laut Tebas ungenannt bleiben wollte, ihre Zustimmung.

Ohne Real und Barca gibt es weniger Geld

Die mangelnde Einheit der Klubs wirkte sich kurzfristig auch auf das finanzielle Volumen der Vereinbarung aus.

Statt der ursprünglich angekündigten 2,7 Milliarden Euro zahlt der frühere Formel-1-Eigentümer CVC laut Tebas wegen des Boykotts besonders der beiden Branchenriesen Madrid und Barcelona lediglich 2,1 Milliarden Euro für seinen Anteil von zehn Prozent an dem neuen Joint-Venture-Unternehmen “LaLiga Impulso”.

Real und Barcelona widersetzen sich vor allem wegen der 50-jährigen Laufzeit der vereinbarten Partnerschaft der Liga mit CVC. Die Madrilenen, die nach eigenen Angaben keinerlei Kenntnis von der Anbahnung des Geschäfts gehabt haben wollen, hatten sogar eine Klage vor einem Zivilgericht gegen die Ausrichtung der Vereinsversammlung am Donnerstag angekündigt.

Super League ist in Spanien immer noch aktuell

Zu den Hintergründen der Ablehnung des neuen Liga-Projekts durch die beiden bedeutendsten Klubs des Landes gehören auch die im vergangenen Frühjahr gescheiterten, allerdings weiter von Real und Barca gemeinsam mit Juventus Turin verfolgten Pläne zur Etablierung einer europäischen Super League neben der offiziellen Champions League. (BERICHT: Offerte Barca Messi für die Super League?)

Zu den Bestandteilen des Deals der Liga mit CVC gehört auch die Ausschüttung von 90 Prozent der Kaufsumme an die beteiligten Vereine.

Allerdings soll das frische Geld vorrangig in Investitionen und die Verbesserung ihrer Infrastrukturen fließen, lediglich kleine Beträge stehen für die Tilgung von Schulden und Bezahlung von Gehältern zur Verfügung.