Der FC Barcelona hat sich am Sonntag im spanischen Spitzenduell mit 1:3 Real Madrid geschlagen geben müssen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)
La Liga: Schlechter als seine Vorgänger - Xavi bei Barca in Schwierigkeiten
Xavi steckt in Schwierigkeiten
Nach dem 3:3 gegen Inter Mailand in der Champions League war es der nächste herbe Dämpfer für die Katalanen - und für Trainer Xavi.
Seine desaströse Bilanz bringt ihn allmählich in Erklärungsnot. (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)
Denn nach seinem 50. Spiel als Barca-Coach sind seine Zahlen schlechter als die seines Vorgängers Ronald Koeman und auch die aller früheren Barca-Trainer - mit Ausnahme von Frank Rijkaard.
Die Niederlage gegen die Königlichen war für den Coach der Blaugrana umso bitterer, da er damit die erste Auswärtsniederlage in La Liga seit seinem Amtsantritt im November des vergangenen Jahres hinnehmen musste.
Xavi führte sein Team in 50 Spielen insgesamt 28 Mal zum Sieg, spielte elf Mal Unentschieden und ging elf Mal als Verlierer vom Platz. Koeman holte im Vergleich fünf Siege mehr und verlor ein Spiel weniger. Zudem schoss Koemans Barca 23 Tore mehr als das von Xavi.
Spieler sprechen von „Chaos“
Luis Enrique (42-3-5), Guardiola (37-8-5), Martino (37-8-5), Valverde (36-11-3) oder Vilanova (36-8-6) waren in ihrer Amtszeit noch deutlich erfolgreicher. Nur Frank Rijkaard, der einen miserablen Start in seine Barca-Ära hatte, startete noch schlechter als Xavi (28-12-10).
Für Überraschung sorgte eine Aussage von Xavi, dass die Mannschaften nicht auf seine Anweisungen höre. Die Spieler sprachen in den vergangenen Wochen von „Chaos“ (Sergio Busquets), „mangelnder Kontrolle“ (Eric Garcia) und davon, „dass wir das Spiel nicht auf den Boden bringen“ (Ferran Torres).
In der Champions League ist das Vorrundenaus so gut wie beschlossen, in der Liga beträgt der Rückstand auf Real nach dem verlorenen Clasico drei Punkte. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)
Der Druck auf Xavi wächst. Zumal ihm im Sommer für viel Geld ein Luxus-Kader bereit gestellt wurde - unter anderem durch die Verpflichtung von Robert Lewandowski.