Drama beim Debüt von Marc-André ter Stegen! Der deutsche Keeper stand zum ersten Mal für den FC Girona auf dem Platz und durfte mit ansehen, wie seine neue Mannschaft in der Nachspielzeit das 1:1 (0:0) gegen den FC Getafe erzielte.
LaLiga: Drama bei ter-Stegen-Debüt
Drama bei ter-Stegen-Debüt
Vitor Reis schoss den umjubelten Ausgleich (90.+4) - doch danach war noch nicht Schluss. Die Gäste starteten in der 97. Minute noch einen letzten Angriff auf das Gehäuse von ter Stegen und kamen zu einer Großchance. Ter Stegen parierte jedoch den Schuss aus kurzer Distanz sensationell mit dem Knie.
Beim Führungstreffer von Getafe war ter Stegen zuvor machtlos (59.) gewesen.
Debüt von ter Stegen: Girona findet wenig Räume
Girona war durchaus vielversprechend in die Partie gestartet, verzeichnete in der ersten Halbzeit ein spielerisches Übergewicht und setzte sich in Getafes Hälfte fest.
Allerdings fand Girona keine Räume. Einzig Thomas Lemar traf mit einem satten Distanzschuss die Latte (25.).
Ein ähnliches Bild bot sich in der zweiten Hälfte: Mit dem üppigen Ballbesitz wusste ter Stegens Team nur wenig anzufangen und schlief dann hinten, was Getafe umgehend bestrafte und sich fortan zum Auswärtssieg mauern wollte.
Doch dann köpfte Reis eine weit vor das Tor gezogene Flanke ins linke Eck zum verdienten 1:1.
Girona bleibt durch das Remis mit 25 Punkten auf Platz zehn - allerdings lediglich vier Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.
Diese Rückennummer bekommt ter Stegen
Erst einen Tag vor dem Spiel waren rund um ter Stegen alle Formalitäten geklärt worden: Trainer Míchel bestätigte die Verfügbarkeit des Deutschen auf der Pressekonferenz am Sonntag, „obwohl wir Marcs Nummer noch nicht kennen“.
Seite Montag steht fest: Der deutsche Nationaltorwart hat die Rückennummer 22 bekommen.
„Ich muss mit den Torhütern sprechen, aber ter Stegen ist ein Spieler, der uns besser macht, und wir brauchen die Besten“, betonte der Coach des katalanischen Vereins, der derzeit auf Platz zehn liegt.
Mit Blick auf die WM: Ter Stegen braucht Spielpraxis
Um Spielpraxis zu sammeln und möglicherweise bei der Weltmeisterschaft im Sommer als deutsche Nummer eins im Tor zu stehen, verließ der 33-Jährige in der vergangenen Woche seinen langjährigen Klub FC Barcelona auf Leihbasis, nachdem er seinen Stammplatz verloren hatte.
„Ich werde mich so vorbereiten, als würde ich am Montag spielen, das ist natürlich mein Ziel“, sagte der frühere Gladbacher am Donnerstag bei seiner Vorstellung: „Letztendlich ist es eine Entscheidung, die der Trainer treffen muss.“
Der deutsche Keeper fügte hinzu: „Ich fühle mich gut und bereit. Ich versuche, mich so schnell wie möglich zu integrieren. Und wenn der Trainer es für angebracht hält, dann werde ich zu 100 Prozent bereit sein.“ Er wolle „Kontinuität, das ist jetzt mein Ziel“.
Debüt stand in der Schwebe - endlich Klarheit bei ter Stegen
Zuletzt war ein mögliches Debüt an diesem Montag in der Schwebe gestanden – aufgrund einer Regel der spanischen Liga, die besagt, dass eine Mannschaft maximal drei Torhüter gemeldet haben darf.
Bei Girona waren dies Gazzaniga, Vladyslav Krapyvtsov und der von Fenerbahce Istanbul ausgeliehene Dominik Livakovic, der eigentlich im Winter wieder abgegeben werden und für ein Anschluss-Leihgeschäft zu Dinamo Zagreb wechseln sollte.
Livakovic benötigt selbst Spielpraxis, um bei der WM das kroatische Tor hüten zu können. Nachdem sich Fenerbahce zunächst quergestellt hatte, scheint nun doch eine Lösung gefunden zu sein.
Gazzaniga und Krapyvtsov saßen gegen Getafe auf der Bank. Livakovic stand nicht im Kader.