So wirklich herausragend sieht die Bilanz des neuen Real-Cheftrainers Alvaro Arbeloa nicht aus. Aus den ersten fünf Spielen gab es drei Siege und zwei Niederlagen. Die Pleiten im Pokal gegen Albacete (2:3) und in der Champions League bei Benfica Lissabon (2:4) werfen kein gutes Licht auf den Nachfolger von Xabi Alonso.
Real Madrid: Wackelt Arbeloa jetzt schon?
Wackelt Arbeloa jetzt schon?
Sind die Tage von Arbeloa womöglich schon bald wieder gezählt? Die Gefahr besteht offenbar, zumal sich die Madrilenen angeblich mit möglichen Nachfolgekandidaten beschäftigen. Laut Informationen von Sky haben die Verantwortlichen der Königlichen Unai Emery ins Visier genommen.
Dies ist durchaus naheliegend, wenn man bedenkt, wie erfolgreich der Spanier bei Aston Villa arbeitet. Emery ist es gelungen, aus einem Mittelklasse-Team der Premier League ein Top-Team zu machen.
Emery leistet in England gute Arbeit
Der Klub aus Birmingham spielt eine grandiose Saison, belegt den dritten Platz in der Premier League und hat nur vier Punkte Rückstand auf Arsenal sowie einen Punkt Rückstand auf Manchester City. Die Ligaphase in der Europa League hat Aston Villa auf Platz zwei abgeschlossen.
Die Verantwortlichen von Real sollen von der Arbeit des erfahrenen Coaches begeistert sein. Emery ist seit November 2022 im Amt, hat den Klub stetig weiterentwickelt und konnte ihn bereits einmal in die Champions League führen.
Emery noch bis 2029 an Aston Villa gebunden
Problematisch könnte in diesem Zusammenhang allerdings sein, dass der 54-Jährige noch bis Sommer 2029 an Aston Villa gebunden ist. Aston Villa wird den Trainer nicht freiwillig abgeben und könnte eine hohe Ablösesumme fordern.
Vor seiner Zeit bei den „Villans“ war Emery unter anderem Coach des FC Sevilla, FC Villarreal, Paris Saint-Germain und FC Arsenal. Er hat reichlich Erfahrung und weiß auch, wie er mit Stars umgehen muss. Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei Real Madrid.
Erste Misstöne in der Real-Kabine?
Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass Arbeloa, der zuvor Coach von Real II war, einen Vertrag als Cheftrainer des Profi-Teams bis 2027 unterschrieben hat. Eine Jobgarantie ist das jedoch nicht.
Bereits kurz nach der Vertragsunterzeichnung wurden kritische Stimmen laut, die die Eignung Arbeloas für dieses Amt infrage stellten. Schließlich beschränkt sich seine Erfahrung als Coach auf seine Zeit bei den Real-Junioren und bei Real Madrid Castilla.
Angeblich steht die komplette Kabine dem neuen Coach bereits jetzt nicht mehr zur Seite. Der Radiosender Cadena Cope berichtete jüngst, dass vor allem Arda Güler und Franco Mastantuono genervt sind, da sie häufig früh vom Platz mussten. Auch Aurélien Tchouaméni soll sich ungerecht behandelt gefühlt haben.
Arbeloa wird an seinen Ergebnissen und Erfolgen gemessen werden – eine Garantie gibt es für ihn nicht. Neben Emery soll laut einem Bericht der Sport Bild auch der von Chelsea entlassene Enzo Maresca ein Thema sein.