Der Wahlkampf um das Präsidentenamt bei Real Madrid ist zur Starparade geworden. Die spanische Zeitung Marca spricht von einer „Schlacht der 13 Namen“, die Enrique Riquelme und Florentino Pérez binnen weniger Tage entfacht haben – von Vereinslegenden bis zu Transferkracher-Versprechen.
Presse-Urteil zum Real-Wahlkampf: "Die Schlacht der 13 Namen"
„Die Schlacht der 13 Namen“
Anfangs lieferten sich beide Lager vor allem Wortgefechte. Den ersten echten Paukenschlag setzte Riquelme am 1. Juni: Raúl soll in seinem Team als Sportdirektor anheuern. „Für dieses Projekt und in der Situation, in der sich der Verein befindet, müssen wir zu diesen Werten, zu diesem Madridismo, zur DNA zurückkehren“, begründet Riquelme seinen Vorschlag. Weiter sagt er: „Es gibt niemanden, der das ‚Weiße Haus‘ besser kennt. Raúl ist die richtige Person, um ein Sportprojekt wie das bei Real Madrid zu leiten.“
Real Madrid: Legenden-Offensive bei Riquelme
Kurz darauf legte Riquelme nach: Fernando Hierro ist als Chef der Nachwuchsakademie „La Fábrica“ eingeplant, zudem sollen Iker Casillas in der Klubspitze und Vicente del Bosque als Teil des Projekts mitarbeiten.
Sportlich ging Riquelme in den Galactico-Modus. Er kündigte eine Verpflichtung von Erling Haaland an und stellte auch Rodri als Königstransfer in Aussicht. „Wenn ich eines meiner Versprechen bezüglich dieser Spieler (Rodri und Haaland, Anm. d. Red.) breche, habe ich eine Garantie unterschrieben, dass ich im Falle eines Vertragsbruchs 100 Prozent der Honorare aller Mitglieder der nächsten Saison zahle“, versprach Riquelme bei El Hormiguero.
Pérez kontert mit großen Ankündigungen
Pérez konterte mit eigener Schlagkraft. José Mourinho und Ibrahima Konaté wurden von ihm öffentlich als Bausteine seines Plans präsentiert, ehe er auch Denzel Dumfries als fix in Aussicht stellte.
In einer TV-Ansage zündete er die nächste Stufe: „Am Dienstag werde ich das größte Angebot der Klubgeschichte für einen Spieler machen, etwa 150 Millionen Euro“ – ohne dabei einen Namen zu nennen. Diverse Medien berichten allerdings, dass es sich dabei um Michael Olise handeln soll.