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So trickste Tuchel bei Aubameyang

So trickste Tuchel bei Aubameyang

Thomas Tuchel trifft mit dem FC Chelsea auf den FC Arsenal und Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang. Beide kennen sich aus gemeinsamen Tagen beim BVB.
Chelsea-Coach Thomas Tuchel hat vor dem Liga-Duell mit dem FC Arsenal auf die gemeinsame BVB-Zeit mit Gunners-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang zurückgeblickt
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von SPORT1

Wenn der FC Chelsea am Mittwochabend (Premier League: FC Chelsea - FC Arsenal, ab 21.15 Uhr im LIVETICKER) den FC Arsenal fordert, dann treffen zwei alte Bekannte, die sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund kennen, aufeinander.

Genauer gesagt kommt es zum Wiedersehen zwischen Blues-Coach Thomas Tuchel und Gunners-Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang. Beide erlebten zwischen 2015 und 2017 zusammen eine erfolgreiche Zeit beim BVB.

Vor dem Duell der beiden Londoner-Klubs plauderte Tuchel über seinen Ex-Spieler. "Es war ein reines Vergnügen, ihn im Kader zu haben", blickte der ehemalige Dortmund-Trainer zurück. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Tuchel schwärmt von Aubameyang: "Etwas verrückt, aber nett"

Aubameyangs Persönlichkeit hat Tuchel nachhaltig beeindruckt. "Ein fantastischer Stürmer, ein fantastischer Torjäger, aber mehr als das, ein fantastischer Arbeiter abseits des Platzes. Er hat immer ein Lächeln im Gesicht. Sehr, sehr ehrlich. Ein etwas verrückter Typ, aber nett verrückt", erklärte der Chelsea-Coach.

"Er hat in zwei Jahren nicht eine einzige Trainingseinheit verpasst", lobte Tuchel die Einstellung des Gabuners. "Vielleicht kam er fünf Minuten zu spät, das kann bei ihm passieren, aber wenn er das tut, hat er es eilig, er hat Ausreden, es tut ihm leid und er hat immer noch ein Lächeln im Gesicht. Das ist er, und es ist schwer, dem Kerl wirklich böse zu sein. Er hat ein großes Herz."

Um sicherzustellen, dass "Auba" pünktlich zu den BVB-Terminen erschien, "haben wir ihm gesagt, dass das Meeting um 10.45 Uhr stattfindet, obwohl das Meeting erst um 11 Uhr beginnt, so dass die Wahrscheinlichkeit groß war, dass er mit allen anderen dort sein würde. Man konnte sein Auto schon aus einem Kilometer Entfernung hören", erklärte Tuchel.

Auch heute noch gibt es eine Sache an Aubameyang, die der deutsche Coach nicht versteht. "Ich weiß immer noch nicht, wie er es geschafft hat, den Führerschein in der Tasche zu behalten, denn vom Klang des Autos her weiß ich nicht, ob er sich immer an das Tempolimit gehalten hat", scherzte Tuchel.

In Dortmund unter der Leitung des 47-Jährigen erlebte Aubameyang eine erfolgreiche Phase seiner Karriere. In 95 Einsätzen erzielte er starke 79 Tore. Unter anderem markierte er den entscheidenden Siegtreffer im DFB-Pokal-Finale 2017 gegen Eintracht Frankfurt. (Service: Tabelle der Premier League)

"Aubameyangs Schnelligkeit war einzigartig in der Bundesliga"

"Er hat unglaublich viele Tore geschossen", sagte Tuchel. "Seine Schnelligkeit war einzigartig in der Bundesliga und er war ein entscheidender Spieler." Den Angreifer habe man bis an seine Grenzen treiben können, da er immer für eine neue Herausforderung bereit gewesen sei, führte der Trainer weiter aus.

Aubameyang sei "nie zufrieden mit einem Tor, zwei Toren, immer auf der Suche nach einem dritten. Ich hatte ein starkes Gefühl, dass er ein echter Gewinner ist und man sich auf ihn verlassen kann".

Dass Aubameyang in der jüngsten Vergangenheit keine großen Titel feiern konnte, verwundert Tuchel ein wenig: "Aber es ist klar, dass er es nicht alleine schaffen kann. Er braucht auch einen Top-Kader, um auf dem höchsten Level zu spielen."

Unabhängig von der Rivalität zwischen Chelsea und Arsenal freut sich Tuchel sehr über das Wiedersehen mit Aubameyang. "Wir tauschen Nachrichten aus, wenn einer von uns einen großen Sieg hat", sagte Tuchel.

"In gewisser Weise fühlt es sich so an, als ob er immer mein Spieler sein wird, also möchte man, dass er Erfolg hat und eine gute Zeit hat. Es wird schön sein, ihn zu sehen, weil er immer für eine Umarmung zu haben ist und es ist schön, ihn Lachen zu sehen, aber natürlich wollen wir ihn aufhalten." Immerhin kann der FC Chelsea den nächsten großen Schritt Richtung Champions-League-Qualifikation machen.