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Premier League: "Kein Zufall" - was Klopp-Erfolg mit Rangnick zu tun hat

Was Klopps Erfolg mit Rangnick zu tun hat

United-Trainer Ralf Rangnick spricht über den kommenden Gegner Liverpool. Er erklärt, was er mit dem Erfolg des Klopp-Teams zu tun habe.
Den Ligapokal hat der FC Liverpool schon gewonnen. In der Champions League, dem FA Cup und der Premier League liegen die Reds gut im Rennen. Obwohl vier Titel möglich sind, gibt sich Jürgen Klopp zurückhaltend.
United-Trainer Ralf Rangnick spricht über den kommenden Gegner Liverpool. Er erklärt, was er mit dem Erfolg des Klopp-Teams zu tun habe.

Am Dienstag heißt es in der Premier League zum ersten Mal: Jürgen Klopp gegen Ralf Rangnick - insgesamt sind die beiden Trainer aber schon 13 Mal aufeinander getroffen.

Die Bilanz macht dabei eher dem United-Trainer Mut, schließlich zog Rangnick erst zwei Mal den Kürzeren.

Nun trifft der FC Liverpool auf den Erzrivalen Manchester United - und für beide Trainer hat das Spiel immense Bedeutung. (Premier League: FC Liverpool - Manchester United, Dienstag 21 Uhr im LIVETICKER)

Während die Reds mit einem Sieg zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze springen könnten, brauchen die Red Devils jeden Punkt im Kampf um Platz vier. Aktuell sind es drei Zähler Rückstand auf Tottenham Hotspur und Rang vier. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Rangnick: „Sechs oder sieben Spieler waren früher meine“

Vor dem Spiel äußerte sich Rangnick zum Team des Gegners - und erklärte indirekt, dass auch er einen Anteil am Erfolg der Liverpooler habe.

„Jürgen hat diese Mannschaft in den letzten sechseinhalb Jahren aufgebaut. Sechs oder sieben dieser Spieler waren früher meine - oder unsere - Spieler“, erklärte der 63-Jährige. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Wen er damit meinte? Sadio Mané und Takumi Minamino lotste Rangnick als damaliger Sportdirektor zu RB Salzburg. Gleiches gilt für Naby Keita, der auch später unter Rangnick noch bei RB Leipzig spielte. Ibrahima Konaté kam unter Rangnick ebenfalls nach Leipzig.

„Kein Zufall“ - Rangnick sieht Parallelen zu seinen Ex-Teams

Auch Roberto Firmino holte Rangnick in seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim nach Europa. Und Joel Matip spielte ebenfalls bereits unter Rangnick während seiner Zeit bei Schalke 04. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

„Wir haben sie für unsere Vereine unter Vertrag genommen, als sie noch niemand kannte, und es ist kein Zufall, dass dies wahrscheinlich der Verein mit den meisten Spielern aus unseren ehemaligen Vereinen ist“, erklärte Rangnick.

Der United-Coach betonte: „Ihre Herangehensweise, ihr Fußballstil und die Art und Weise, wie sie spielen wollen, sind ziemlich ähnlich.“

Dass sich die beiden Trainer wertschätzen, ist längst bekannt. Auch Jürgen Klopp hält viel von seinem schwäbischen Landsmann, wie er bereits bei dessen Ernennung zum United-Coach im Dezember verriet.

Klopps Anekdote aus Mainzer Zeiten

„Leider kommt ein guter Trainer nach England“, sagte Klopp damals. „Ralf ist ein sehr erfahrener Trainer, der mit Hoffenheim und Leipzig zwei Klubs aus dem Nichts zu echten Bedrohungen in Deutschland geformt hat. Das sind natürlich keine guten Nachrichten für andere Mannschaften.“

Bereits vor 20 Jahren hatten sich die sportlichen Wege der beiden Trainer in der 2. Liga gekreuzt. In der Saison 2001/02 war Rangnick Coach in Hannover, während Klopp mit dem FSV Mainz 05 seine ersten Trainererfahrungen machte.

Vor Liverpools FA-Cup-Halbfinale bei Manchester City, das die Reds spektakulär mit 3:2 gewannen, erzählte Klopp nun eine kuriose Anekdote, wie Rangnick damals seine Dienste in Anspruch nahm.

„Wir sind uns das erste Mal begegnet, als er Hannover-Trainer war“, erzählte der Welttrainer. „Er weiß das vielleicht nicht mehr, aber er hat immer eine Woche später gegen unsere Gegner gespielt. Deshalb hat er, der große Ralf, mich, den jungen Mainzer Trainer, angerufen und viele Fragen gestellt.“

Kein Kontakt in diesem Jahr

Offenbar funktionierten Klopps Ratschläge: „Er hat alle Informationen bekommen, die er gebraucht hat“, sagte der Liverpool-Trainer schmunzelnd. „Sie sind aufgestiegen, wir nicht.“

Kontakt gab es übrigens in diesem Jahr noch keinen, wie Klopp am Ostermontag auf der Pressekonferenz erzählte. „Seit er in England ist, habe ich aus Respekt nicht mehr mit ihm gesprochen, aber man kann sehen, welche Veränderungen er dort vorgenommen hat und in welchen Bereichen er sich verbessert hat.“

Dennoch käme es sicher überraschend, wenn Rangnick den dritten Erfolg Klopps im internen Duell verhindern würde.