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Premier League: Philippe Coutinho hat sein Glück bei Aston Villa wieder gefunden

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Premier League: Philippe Coutinho hat sein Glück bei Aston Villa wieder gefunden

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Coutinho: „Ich bereue nichts“

Coutinho: „Ich bereue nichts“

Philippe Coutinho hat keine leichte Zeit hinter sich. Beim FC Barcelona ausgemustert, hat er sein Glück wieder in der Premier League gefunden - dort, wo er einst durchstartete.
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp könnte zum zweiten Mal die Premier League gewinnen. Dabei hofft er auf die Unterstützung der Reds-Legende Steven Gerrard, der als Trainer mit Aston Villa auf Manchester City trifft.
Leon Tatar
Leon Tatar

Mitte Mai hat Philippe Coutinho endgültig das Kapitel FC Barcelona beendet.

Der Brasilianer hat sich für einen Verbleib bei Aston Villa entschieden, nachdem er zuvor auf Leihbasis für den Premier-League-Klub spielte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

In einem Interview mit der DailyMail sprach er unter anderem über die Beweggründe: „Lange Zeit war ich nicht sehr glücklich beim Fußballspielen, aber ich habe hier wieder Glück empfunden. Deshalb habe ich mich entschieden zu bleiben.“

Der Entschluss hat auch viel mit seinem Trainer Steven Gerrard zu tun. Die beiden verbindet eine Liverpool-Vergangenheit, zusammen spielten sie zweiundeinhalb Jahre für die Reds.

Coutinho über Gerrard: „Er war ein Idol für mich und alle“

Der 29-Jährige erinnerte sich an das erste Mal, als er Gerrard im Januar 2013 auf dem Trainingsgelände Liverpools traf: „Ich weiß noch, dass ich sehr nervös war, als ich ihn sah. Er war ein Idol für mich und alle. Ich war sehr jung, aber er war so bescheiden und alles, was er tat, war so einfach.“

Gerrard war es auch, der Coutinho im Januar nach schwierigen Jahren bei Barca und Bayern München zurück auf die Insel holte.

Ursprünglich ausgeliehen, ist der ehemalige Bayern-Spieler nach der Unterzeichnung eines Vier-Jahres-Vertrags nun endgültig ein Villa-Spieler. 20 Millionen Euro soll er gekostet haben.

„Ich bin wahrscheinlich hierher in den Club gekommen, weil er mich angerufen hat. Wir haben über viele Dinge gesprochen und er war der erste Kontakt aus dem Verein. Ich bin wegen ihm hierher gekommen“, sagt Coutinho über seine Beweggründe zu einem Wechsel zu Aston Villa.

Coutinho: „Ich bereue nichts“

Die letzten Jahre waren nicht leicht für den brasilianischen Nationalspieler. 2018 war er auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere, wechselte für unglaubliche 135 Millionen von Liverpool zum katalanischen Spitzenclub. Die Liverpool-Fans waren am Boden zerstört.

Doch Coutinho kam in Barcelona nie richtig in Tritt, schwankte immer wieder zwischen Neuanfang und Rückfall. „Es war nicht die Erfahrung, die ich erwartet hatte, aber das Leben ist so“, erklärt er.

2019 wurde der Linksaußen dann an den FC Bayern verliehen. Mit dem deutschen Rekordmeister holte er zwar sensationell das Triple, die großen Spiele sah er jedoch meist von der Bank aus. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Auch wegen der gewaltigen Ablösesumme, die für Coutinho fällig gewesen wäre, ließen die Bayern ihn zurück nach Barcelona gehen. Dennoch erinnert er sich gerne an seine Zeit bei den Münchnern: „Es war mir eine Ehre und ist ein Grund, stolz zu sein, Teil dieser Truppe und an all den Erfolgen gewesen zu sein“, schwärmte der 29-Jährige in einem weiteren Interview mit dem brasilianischen Portal Globo Esporte.

Zurück in Spanien, wollte sich Coutinho auf ein Neues durchbeißen. Das klappte jedoch nur mäßig. Unter dem aktuellen Barca-Trainer Xavi stand er zeitweise nicht mal im Kader. Der Brasilianer wird als ein teures Missverständnis in die Klubgeschichte der Katalanen eingehen.

Dauergast auf der Barca-Bank: Philippe Coutinho
Dauergast auf der Barca-Bank: Philippe Coutinho

Für Coutinho war es dennoch eine Erfahrung, die er nicht missen möchte: „Ich bereue nichts. Es ist alles Teil der Höhen und Tiefen des Lebens. Es war mein Traum, in Barcelona zu spielen, seit ich ein Kind war. Aber jetzt ist es in der Vergangenheit und ich freue mich auf meine Zukunft hier“, sagt er zur DailyMail.

Neuanfang in England

Seine Zukunft liegt jetzt wieder in England. „Ich hoffte, dass ich zurückkommen kann, aber sicher war ich mir nie. In Villa fühle ich mich glücklich. Wir wollen uns verbessern und werden es tun.“

Direkt in seinem ersten Spiel für Aston Villa ließ Coutinho sein altes Können aufblitzen. Gegen Manchester United traf er im heimischen Villa Park zum 2:2-Ausgleich.

Die Premiere League ist für ihn „eine großartige Liga“. „Die Spiele sind so wettbewerbsfähig und die Atmosphäre ist fantastisch. Die anderen Ligen sind ebenfalls super, aber für mich ist die Premier League etwas anderes“, so der 29-Jährige.

Insgesamt war der Brasilianer mit dem feinen Rechtsfuß in der Rückrunde der höchsten englischen Spielklasse an acht Toren beteiligt, benötigte dafür 19 Spiele.

Er selbst glaubt, dass er seinem neuen Arbeitgeber in der kommenden Saison noch mehr geben kann: „Ich bin seit sechs Monaten hier und hoffentlich wird es meinem Körper nach einer kompletten Vorbereitung besser gehen. Am Anfang war es hart, aber ich gewöhne mich jetzt daran und es macht mich glücklich, wieder hier in England zu sein.“

Mit den Villains hat er viel vor in der Zukunft, möchte im internationalen Geschäft mitmischen: „Unsere Fans haben das verdient. Dafür wollen wir in der nächsten Saison hart arbeiten.“

„Habe viele Nachrichten von Liverpool-Fans erhalten“

Am Sonntag kam es zum Aufeinandertreffen mit Manchester City - das letzte Spiel der Saison 2021/2022. Für Aston Villa ging es um nichts mehr, die Mannschaft war weit von den internationalen Plätzen entfernt und hatte auch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Für Coutinho und seinem Coach Gerrard war es dennoch eine besondere Partie. Ein Sieg oder ein Unentschieden hätte dazu beitragen können, Liverpool zum englischen Meister zu krönen. „Es ist ein großartiges Spiel! Ich möchte gut für sie spielen. Ich habe viele Nachrichten von Liverpool-Fans in den sozialen Medien erhalten“, sagte der Brasilianer vor dem Showdown.

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Und bis zur dramatischen Schlussviertelstunde sah es wirklich danach aus, dass sein Ex-Klub es packen könnte. Liverpool war auf Sieg-Kurs gegen die Wolverhampton Wanderers, während Villa 2:0 gegen ManCity führte, auch dank eines Treffers von Coutinho.

Doch innerhalb von fünf Minuten drehte die Mannschaft von Pep Guardiola das Spiel und machte aus einem 0:2 ein 3:2. Die Skyblues (93) feierten mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft - und die Reds (92) schauten trotz des 3:1-Sieges in die Röhre. An Coutinho lag es definitiv nicht, denn er hat sein Glück bei Aston Villa endlich wiedergefunden.