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Premier League: Lingard mit Schockgeständnis - Alkohol gegen den Kummer

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Premier League: Lingard mit Schockgeständnis - Alkohol gegen den Kummer

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Lingard mit schockierender Enthüllung

Jesse Lingard hat mit einer Enthüllung über die Endzeit bei Manchester United für Aufsehe gesorgt. Dabei offenbarte der Angreifer mentale Probleme - und wie er damit umgegangen sei.
Nachdem der Vertrag bei Manchester United von Jesse Lingard nicht verlängert wurde, lenkt er sich in der Saisonpause mit zahlreichen Partys ab. Dabei trifft er nicht nur auf Fußballkollegen, sondern hostiert auch als Special Guest bei einer ganz besonderen Partygemeinde.
. SPORT1
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von SPORT1

Jesse Lingard laboriert aktuell an einer Oberschenkelverletzung und fehlt seinem Klub Nottingham Forest wohl noch mehrere Wochen.

Eine gesundheitliche schwierige Phase - möchte man meinen. Was der englische Angreifer nun physisch durchmachen muss, erlitt er in seiner Endphase bei Manchester United auf mentale Art und Weise. In einem unvorstellbaren Ausmaß. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Wie er nun im Podcast „The Dairy of a CEO“ im Gespräch mit Host Steven Bartlett offenbarte, versuchte er den psychischen Schmerz in Alkohol zu ertränken.

„Was durch meinen Kopf gegangen ist, weiß ich nicht. Ich habe bloß getrunken, um den Schmerz zu lindern“, versucht sich der heute 30-Jährige in Erklärungsversuchen, „ich habe nur versucht zu vergessen, was gerade vor sich geht.“

Ein erschreckender Hilfeschrei aus dem Profifußball. Der mentale Druck ist enorm hoch, insbesondere wenn die eigenen Fans ihren Teil noch dazu tun: „Du wirst so oft angefeindet, und ich bin schon am Boden gewesen und musste weiterhin performen.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Die Zeit bei Manchester United setzte Lingard zu

Seinem anfänglichen Elan (“Ich versuchte immer noch Jesse zu sein: Ein paar Witze reißen und so“) konnte er auf Dauer nicht mehr viel entgegensetzen und offenbarte, dass ihn das sehr mitgenommen hätte.

In seinen 232 Einsätzen, die er im Laufe seiner Karriere für United absolvierte, performte er zuerst auch noch, wurde als Megatalent abgefeiert - und ließ dann umso stärker nach. Die mentale Situation machte auch sein Klub nicht besser: „Bei so einem großen Klub wie Manchester United haben sie die Kontrolle über dich.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

So kündigte zwar der damalige Cheftrainer Ralf Rangnick an, dass man ihm auf Anfrage von Lingard selbst ein paar Tage frei geben werde, das dauerhafte Problem war damit jedoch nicht gelöst. „Ich habe mich gefühlt, als müsste ich die Welt auf meinen Schultern tragen.“ So war die finale Lösung unumgänglich: „Ich wusste, dass ich gehen musste!“

Seit dem vergangenen Sommer spielt Lingard nun in Nottingham, abseits des Drucks, wie er ihn in Manchester erlebt hatte. Dabei blickt er nun auch auf seine private Vergangenheit zurück: Seine Mutter wurde 2019 in ein Krankenhaus eingeliefert, die Diagnose: Depression.

Bereits in Lingards Kindheit sei sie tagelang nur im Bett gelegen, das Kümmern um die zwei kleineren Geschwisterkinder sei an ihm hängengeblieben. „Sie ist einfach nicht mehr zurechtgekommen“, bestätigte Lingard nun.

Dass der mentale Prozess bei ihm und seiner Mutter aber wieder bergauf gehen würde, war nach dem Abschied aus Manchester zu erwarten.