Teammanager Ruben Amorim vom englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United hat die Vereinsführung scharf kritisiert und vor weiterer Einmischung in seine Arbeit gewarnt. „Ich kam hierher, um Manager von Manchester United zu sein - nicht, um nur der Coach zu sein“, sagte der Portugiese nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) bei Leeds United und betonte: „Ich weiß, dass ich nicht Tuchel, Conte oder Mourinho heiße, aber ich bin der Manager von Manchester United!“
Amorim warnt United-Führung: "Ich bin der Manager!"
Amorim warnt United-Führung: „Ich bin der Manager!“
Der 40-Jährige deutete damit erneut Spannungen hinter den Kulissen an. Bereits vor der Partie hatte er sich geweigert, Fragen zu Transferplänen zu beantworten. Danach betonte er: „In jeder Abteilung – die Scouting-Abteilung, der Sportdirektor – muss jeder seinen Job machen. Ich mache meinen für 18 Monate, dann gehen wir weiter.“ Wenn der Klub nicht besser mit der Kritik von außen umzugehen lerne, „müssen wir ihn ändern“, ergänzte er.
Amorim reagierte damit auf Berichte, wonach Uniteds Chefscout Christopher Vivell ihn zu taktischen Anpassungen aufgefordert habe. Mit Sportdirektor Jason Wilcox soll es Meinungsverschiedenheiten über Transferziele geben.
Bereits nach dem jüngsten 1:1 gegen Schusslicht Wolverhampton Wanderers war Amorim mit beißender Kritik an seiner personell dezimierten Mannschaft aufgefallen, der er „fehlende Qualität“ vorwarf. United gelang nur ein Sieg in den vergangenen fünf Spielen. Als Tabellensechster halten die Red Devils dennoch Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen.