Drama um Nick Woltemade und Newcastle United - mit dem besseren Ende für das Team des deutschen Nationalspielers, das sich mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen den AFC Bournemouth durchsetzte.
FA Cup: Irrer Elfer-Thriller um Woltemade
Irrer Elfer-Thriller um Woltemade
Woltemade vergab dabei als zweiter Schütze seines Teams vom Punkt, sein Schuss krachte an die Latte. Nach dem Stürmerstar konnte auch Bruno Guimaraes nicht treffen, doch Newcastles Keeper Aaron Ramsdale hielt gleich zwei der ersten fünf Elfmeter.
Dem letztlich neunten Schützen von Bournmouth, Bafode Diakite, versagten die Nerven, Ramsdale hielt erneut - und hievte sein Team in die vierte Runde des Pokals. Somit steht Newcastle in der vierten Runde des Pokals.
Woltemade mit tollem Assist
Beim umkämpften 3:3 in den vorangegangenen 124 Minuten hatte Woltemade einen Assist geliefert. Völlig verrückt war auch die Schlussphase, als in der 118 und in der 122 Minute auf beiden Seiten je ein Tor fiel - und Newcastles Anthony Gordon sogar nochmal eine riesige Chance auf den Siegtreffer vergab.
Während der regulären Spielzeit hatte Woltemade mit einer wunderbaren Vorlage seine ganze Klasse unter Beweis gestellt. Der Stürmer von Newcastle United kreierte mit einem wohltemperierten Außenristpass die Chance zur zwischenzeitlichen Führung.
Woltemade schickte den Torschützen Harvey Barnes in der 50. Minute mit dem blitzsauberen Ball hinter die gegnerische Kette, dieser hatte leichtes Spiel. „Super Pass für Barnes, das ist perfekt gespielt. Das ist das, was ihnen im ersten Durchgang praktisch gar nicht gelungen ist“, urteilte DAZN-Kommentator Andreas Renner.
Ärgerliches Gegentor für Woltemade-Team
Es war Woltemades erster Scorerpunkt im FA Cup, insgesamt kommt er in der laufenden Saison in 31 Spielen auf zehn Tore und vier Assists.
Die Freude über den lichten Moment des deutschen Nationalspielers währte allerdings nur kurz: Alex Scott traf in der 62. Minute zum Ausgleich, David Brooks erhöhte für Bournemouth.
Vor allem der zweite Treffer dürfte Newcastle dabei schwer im Magen liegen, denn er fiel nach einem extrem simplen Konter. Ein langer Ball reichte, um Bournemouth ein Drei-gegen-drei zu ermöglichen. Und obwohl der Angriff nach einem geblockten Pass sogar zunächst unterbrochen wurde, lief kaum ein Spieler der Hausherren energisch hinterher.
Später Elfmeter rettet Newcastle in Verlängerung
Woltemade kam als einziger noch in der Nähe des Spielgeschehens an, er konnte Torschütze Brooks aber nur noch von hinten beim Abschluss zusehen.
Erst in der Nachspielzeit kam Newcastle dann zum ersehnten Ausgleich, bei dem auch Woltemade wieder involviert war, allerdings ohne den Ball zu berühren.
Mit einer kurzen Körpertäuschung irritierte er seinen Gegenspieler, der deshalb einen Steilpass passieren lassen musste. Die Kugel landete bei Sandro Tonali, der von Torhüter Djordje Petrovic abgeräumt wurde. Den unstrittigen Elfmeter verwandelte Anthony Gordon.
In der Verlängerung sorgte dann Malick Thiaw für einen Schreckmoment. Der Deutsche, der übrigens als neunter und letzter Schütze seines Teams im Elfmeterschießen traf, prallte nach einem Luftzweikampf mit dem Kopf auf dem Boden auf. Er blieb zunächst weitgehend regungslos liegen. Nach kurzer Behandlung konnte er aber weiterspielen, er hatte sich aber eine blutende Nase zugezogen.
In der 118. Minute traf dann erneut Barnes, es roch nach dem Siegtreffer. Doch Marcus Tavernier egalisierte zur Bestürzung der heimischen Fans in der Nachspielzeit der Verlängerung. Es folgte ein episches Elfmeterschießen.