Ob im Alltag oder auf dem Fußballfeld, rassistische Übergriffe sind nach wie vor ein weitverbreitetes Problem in der Gesellschaft. Auch im Profifußball kommt es immer wieder zu unschönen Vorfällen.
Rassismus-Eklat in England: Newcastle "angewidert"
Rassismus-Eklat in England
Das neueste Opfer ist laut Angaben von Newcastle United der Engländer Joe Willock. Der Mittelfeldspieler war am Sonntag beim 2:0 gegen Crystal Palace in der 88. Spielminute eingewechselt worden und verpasste anschließend eine vielversprechende Chance auf das 3:0.
Nach dem Abpfiff habe Willock, wie es aus einem Statement des Klubs hervorgeht, mehrere Direktnachrichten von einem Instagram-Account erhalten, „die rassistische Beschimpfungen sowie zutiefst verstörende Gewaltandrohungen gegen Joe und seine Familie enthielten“.
Newcastle zeigte sich „angewidert“ von den Anfeindungen und erklärte, dass die Hilfe für Willock, der nicht zum ersten Mal mit solch einem Vorfall konfrontiert sei, „oberste Priorität“ habe.
Dabei kündigte der Klub ebenfalls scharfe Maßnahmen an: „Wir haben den Vorfall umgehend der Polizei gemeldet und werden jede Untersuchung vollständig unterstützen, um die verantwortliche Person zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen – unabhängig davon, wo sie sich befindet.
Newcastle erhöht Druck auf Meta
Dennoch benötige der Verein auch die direkte Unterstützung des Technologiekonzerns Meta, dem Eigentümer von Instagram: „Wir fordern Meta dringend auf, der Polizei alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, um den Täter zu identifizieren – und dies schnell zu tun.“
Auch strukturell forderte der Tabellenneunte der Premier League, dass das „bloße Entfernen von Inhalten und das Anwenden von Nachrichtenfiltern“ nicht ausreiche und Nutzer künftig besser geschützt werden müssten.
Die Premier League reagierte inzwischen ebenfalls auf den Vorfall und verkündete „uneingeschränkte Unterstützung“.
„Fußball ist für alle da, und es gibt weder in unserem Spiel noch irgendwo in der Gesellschaft Platz für diskriminierende oder bedrohende Übergriffe. Jede Person, die identifiziert und der Diskriminierung für schuldig befunden wird, muss mit den härtesten möglichen Konsequenzen rechnen – einschließlich Stadion- beziehungsweise Klubverboten und strafrechtlicher Verfolgung“, hieß es von der Liga weiter.