Manchester City hat seine Pflichtaufgabe im Titelrennen der Premier League auch ohne den angeschlagenen Torjäger Erling Haaland gelöst.
Premier League: Rot weit nach Abpfiff! Farke rastet aus
Rot nach Abpfiff! Farke rastet aus
Die Mannschaft von Pep Guardiola bezwang Aufsteiger Leeds United mit dem deutschen Teammanager Daniel Farke auswärts 1:0 (1:0) und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter FC Arsenal wieder auf zwei Punkte.
Für den großen Aufreger des Abends sorgte der deutsche Leeds-Trainer Daniel Farke. Nach Abpfiff stürmte er auf den Rasen und auf Referee Peter Bankes zu. Farke war kaum zu halten, gestikulierte aggressiv und schrie den Unparteiischen immer wieder an. Keeper Karl Darlow musste eingreifen und seinen Coach zurückhalten.
Die Konsequenz: Farke erhielt die Rote Karte. Was genau den Deutschen so aufregte, konnte zunächst nicht aufgeklärt werden - zumal der Trainer nicht mit der Presse sprechen durfte. Sein Assistent Edmund Riemer sagte der BBC: „Ich habe mich gerade kurz mit Daniel Farke unterhalten. Es gab nur sechs Minuten Nachspielzeit, sie haben Zeit geschunden und es gab Zwischenfälle. Der Torwart hat den Ball übermäßig lange festgehalten. Deshalb war er emotional, als er auf den Platz ging und fragte.“
Farke rastet aus und sieht Rot
Riemer verteidigte seinen Boss auch: „Vielleicht hat er das meiner Meinung nach etwas zu aggressiv gemacht. Ich bin enttäuscht, weil er kein Trainer ist, der übermäßig aggressiv ist oder überreagiert. Ich finde, das ist eine sehr harte Entscheidung.“
Der Favorit benötigte am Samstagabend eine lange Anlaufzeit, die Anfangsphase gehörte Farkes Team. Doch Angreifer Dominic Calvert-Lewin (4., 17.) konnte gute Gelegenheiten nicht nutzen. Stattdessen traf Haalands Sturmkollege Antoine Semenyo (45.+2) für das stärker werdende City zum Tor des Tages. Manchester ist seit nun neun Pflichtspielen (acht Siege) ungeschlagen.
Mit 59 Punkten bleibt City Arsenal (61) auf den Fersen. Die Gunners sind am Sonntag (17.30 Uhr) im Londoner Derby gegen den FC Chelsea gefordert, haben dann aber ein Spiel mehr als Guardiolas Team absolviert.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)