Der FC Arsenal hält sich weiter sämtliche Titelchancen offen und ist in das Finale des League Cup eingezogen. Den Stadtrivalen FC Chelsea bezwangen die Gunners, bei denen Nationalspieler Kai Havertz in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und prompt traf, im Halbfinalrückspiel mit 1:0 (0:0).
"Havertz löst Jubelsturm aus": Englische Presse beeindruckt
Englands Presse feiert Havertz
Das Hinspiel an der Stamford Bridge hatte Arsenal 3:2 für sich entschieden. Havertz avancierte tief in der Nachspielzeit zum Matchwinner.
Der Deutsche erzielte das Tor des Tages, nachdem die Blues weit aufgerückt waren und so in einen mustergültigen Konter liefen. Declan Rice bediente den 26-Jährigen, der vor Robert Sanchez die Nerven behielt (90.+6).
„Havertz löst Jubelsturm aus“
„Havertz war die Ruhe selbst. Er umspielte Robert Sanchez, schob den Ball ins leere Tor und löst damit einen Jubelsturm aus“, beschrieb die Daily Mail den Treffer des deutschen Nationalspielers.
Schon bei seiner Einwechslung gab es „tosenden Beifall“ von den Rängen für Havertz, „der nun eher als potenzieller Retter als als Belastung angesehen wird“.
Pikant: Nach dem Treffer gegen seinen Ex-Klub Chelsea - mit dem Havertz 2021 noch die Champions League gewonnen hatte - zeigte der Deutsche demonstrativ aufs Wappen der Gunners auf seinem Trikot. Eine Aktion, die bei den Auswärtsfans naturgemäß nicht gut ankam.
„Havertz kehrt zurück, um Chelsea erneut zu quälen“
„Der alte Blues-Junge ist zurückgekommen, um sie heimzusuchen und ihnen mit dem Siegtreffer nach einem Konter einen Strich durch die Rechnung zu machen“, schrieb The Sun. „Und während Havertz jubelte, fielen einige Spieler von Chelsea auf die Knie. Sie können sich aber auch nicht wirklich beschweren.“
Auch The Athletic zeigte sich beeindruckt: „In den letzten Sekunden des Spiels kehrt Havertz zurück, um Chelsea erneut zu quälen. Als er auf das Tor zulief, muss der Druck, unter dem er gegen seine ehemalige Mannschaft gestanden haben muss, immens gewesen sein, aber er zeigte sich völlig gelassen.“
Arsenal im Finale gegen Manchester City oder Newcastle
Lange Zeit sah es nach einer Nullnummer aus: Chelsea reiste mit breiter Brust ins Emirates Stadium, hatte die auf die Hinspielniederlage folgenden fünf Spiele unter Teammanager Liam Rosenior allesamt gewonnen.
Doch von der Formstärke war bei den Blues fürs Erste nicht viel zu sehen: Arsenal drückte Chelsea tief in die eigene Hälfte. Die größte Chance verbuchte allerdings der Gast in Person von Enzo Fernandez, der Arsenal-Keeper Kepa mit einem Distanzschuss zu einer Flugeinlage zwang (44.).
Nach dem Seitenwechsel drückte Chelsea auf die benötigte Führung, doch die Gunners, bei denen Havertz in der 69. Minute für Viktor Gyökeres eingewechselt wurde, erstickten mit all ihrer Defensivstärke die Offensivbemühungen der Blues im Keim.
Manchester City und Newcastle United (Hinspiel 2:0) spielen im zweiten Halbfinale am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) Arsenals Finalgegner aus. Das Endspiel findet am 22. März im Wembley-Stadion statt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)