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Pep Guardiola mit emotionalen Worten zur Weltlage

Emotionale Guardiola-Worte

Pep Guardiola wird auf der Pressekonferenz zu seinem Auftritt bei einem Charity-Event angesprochen. Der City-Coach setzt zu einer emotionalen Rede an.
Pep Guardiola verpasste die Pressekonferenz letzten Freitag vor dem Spiel gegen die Spurs aufgrund eines Charity-Events für Gaza, bei dem der City-Trainer eine emotionale Rede hielt.
Pep Guardiola wird auf der Pressekonferenz zu seinem Auftritt bei einem Charity-Event angesprochen. Der City-Coach setzt zu einer emotionalen Rede an.

Am Freitag hatte City-Trainer Pep Guardiola die Pressekonferenz vor dem Premier-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur verpasst. Der Grund: ein Charity-Event in seiner Heimatstadt Barcelona für Gaza, bei dem der Katalane eine emotionale Rede hielt.

Vor dem Halbfinal-Rückspiel im englischen League Cup gegen Newcastle United wurde Guardiola am Dienstag nun auf seinen Auftritt angesprochen – und nutzte die Gelegenheit für einen eindringlichen Appell.

„Noch nie in der Geschichte der Menschheit hatten wir die Informationen so klar vor Augen wie jetzt – den Völkermord in Palästina, was in der Ukraine passiert ist, was in Russland passiert ist, im Sudan, überall“, sagte der Coach von Manchester City auf der Pressekonferenz.

Guardiola: „Das schmerzt mich“

Gleichzeitig betonte Guardiola: „Ich werde mich weiterhin einsetzen. Immer. Tausende unschuldige Menschen einfach so zu töten? Es schmerzt.“

Sichtlich bewegt ergänzte der 53-Jährige: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand das nicht fühlen kann, wenn er jeden Tag diese Bilder sieht. Die Väter, Mütter, Kinder, die das erleben, was passiert – deren Leben zerstört werden. Und die Menschen da nicht wenigstens ein bisschen Mitgefühl empfinden? Tut mir leid, aber ich kann das nicht nachvollziehen.“

„Fragt nicht, ob es richtig oder falsch ist, rettet sie“

Guardiola sprach auch über Migration und Fluchtbewegungen: „Die Menschen, die das tun müssen, aus ihren Ländern fliehen, sich ins Meer begeben und dann in ein Boot steigen, um gerettet zu werden – fragt nicht, ob es richtig oder falsch ist, rettet sie. Es geht um Menschen.“

Danach könnte man kritisieren und seine Meinung äußern, aber der Schutz des menschlichen Lebens müsse an erster Stelle stehen, meinte der City-Trainer.

Guardiola schaut auch auf die USA

Am Ende seiner Ausführungen nahm der Spanier auch auf die Lage in den USA Bezug, wo zuletzt Proteste gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE zugenommen haben.

„Man muss etwas sagen. Sonst geht die Sache einfach weiter. Schauen Sie, was in den Vereinigten Staaten von Amerika passiert ist: Renee Good und Alex Pretti wurden getötet. Sagen Sie mir, wie man das rechtfertigen kann?“, fragte Guardiola. Good und Pretti waren von ICE-Beamten erschossen worden.