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Viel Lob! Einstiges Bayern-Juwel überzeugt bei Juve

Viel Lob für einstiges Bayern-Juwel

Im Winter wagte ein einstiges Bayern-Juwel den Sprung zu Juventus Turin. Die Italiener sind schon nach wenigen Wochen überzeugt von dem Youngster, der Erinnerungen an eine ähnliche Erfolgsgeschichte weckt.
Die Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft steht bevor. Unser Sport1-Chefreporter spricht sich im Podcast „Die Bayern Woche“ für Lennart Karl aus.
Im Winter wagte ein einstiges Bayern-Juwel den Sprung zu Juventus Turin. Die Italiener sind schon nach wenigen Wochen überzeugt von dem Youngster, der Erinnerungen an eine ähnliche Erfolgsgeschichte weckt.

Bei wechselwilligen Talenten schaut der FC Bayern spätestens seit Kenan Yildiz ganz genau hin. Der Offensivspieler war einst aus München zu Juventus Turin gewechselt und schaffte dort den Durchbruch.

Nun könnte sich eine ähnliche Geschichte wiederholen – denn auch Adin Licina, ebenfalls aus der Bayern-Jugend gekommen, sorgt bei den Bianconeri bereits für große Zufriedenheit.

Bayern-Juwel überzeugt in Turin

Der 19 Jahre alte Offensivspieler wechselte im Winter-Transferfenster nach Italien und hat sich dort schnell eingelebt. Nach SPORT1-Infos ist der Verein mit seiner Entwicklung und seinem Auftreten äußerst zufrieden. Licina trainierte bereits mehrfach mit der ersten Mannschaft und sammelt aktuell Spielpraxis bei der Next-Gen-Mannschaft, der U23 der Turiner.

Vor allem die Mentalität des gebürtigen Landshuters kommt im Klub hervorragend an. Verantwortliche und Trainer loben seine Bescheidenheit, seine Professionalität und seinen Fleiß. Auch sportlich hinterlässt er Eindruck: In seinen ersten Einsätzen als Einwechselspieler zeigte Licina bereits mehrfach, dass er mit Kreativität und Dynamik für neue Impulse sorgen kann.

U23-Trainer Massimo Brambilla lobte den Youngster nach wenigen Tagen: „Er ist ein Spieler mit speziellen Fähigkeiten. Er kommt von einem großen Klub und muss sich jetzt anpassen und seine Mitspieler besser kennenlernen. Er hat schon angedeutet, welche Qualitäten er hat.“

Der „neue Yildiz“?

In Turin werden bereits Vergleiche mit einem anderen ehemaligen Bayern-Talent gezogen: Kenan Yildiz. Auch der türkische Nationalspieler wechselte einst aus der Münchener Jugend zu Juventus und entwickelte sich dort zu einem der spannendsten Offensivspieler des Vereins.

Licinas Weg erinnert stark an die Geschichte des Regensburgers. Auch Yildiz kommt aus der Bayern-Akademie, auch er soll sich zunächst über die Next-Gen-Mannschaft an den Profifußball herantasten.

Während Yildiz später für die Türkei auflief, gilt Licina als großes Zukunftstalent für die deutsche Nationalmannschaft. In den Nachwuchsteams des DFB spielt er bereits eine wichtige Rolle, läuft aktuell für die U19 von Trainer Christian Wörns auf.

Dass Licina, der auch für Bosnien spielen könnte, überhaupt gewechselt ist, lag an der mangelnden Perspektive beim deutschen Rekordmeister. Die Konkurrenz mit Spielern wie beispielsweise Michael Olise, Serge Gnabry, Luis Díaz, Lennart Karl oder Jamal Musiala war schlichtweg zu hoch.

Klarer Plan bei Juventus

Bei Juventus verfolgt man mit Licina einen klaren Entwicklungsplan. Der 19-Jährige soll Schritt für Schritt an die erste Mannschaft herangeführt werden.

Seine bisherigen Kurzeinsätze bei der Next Gen waren vielversprechend. In Spielen gegen Ravenna (0:2), Campobasso (1:2) und Pontedera (1:0) brachte er nach Einwechslungen sofort Tempo und Kreativität ins Spiel – teilweise reichten ihm dafür nur wenige Minuten.

Intern gilt er deshalb als eines der spannendsten Projekte der Nachwuchsarbeit. Der nächste Schritt könnte bereits bald folgen: Ein Startelfeinsatz in der Next Gen in der dritthöchsten italienischen Liga – und perspektivisch der Sprung zu den Profis.

Für Juventus wäre es die nächste Erfolgsgeschichte ihres Nachwuchsprojekts.

Bayern sichert sich Rechte

Auch den Bayern ist das Potenzial von Licina, der im Alter von acht Jahren an den Campus gewechselt war, nicht verborgen geblieben, weshalb sich die Münchener bei seinem Wechsel eine Weiterverkaufsbeteiligung von 30 Prozent sowie ein sogenanntes Matching Right sicherten. Das bedeutet: Sollte Licina in Zukunft transferiert werden, kann der FC Bayern bei einem Angebot mitziehen.

Die Münchner werden in Zukunft ganz genau hinschauen, wie Licina in Italien auftritt. Eine Rückkehr in ferner Zukunft ist alles andere als ausgeschlossen.