Trainerstar José Mourinho (63) wehrt sich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gegen Strafen, die während seiner Zeit in der Türkei gegen ihn verhängt worden waren.
Mourinho zieht vor Gericht
Mourinho zieht vor Gericht
Wie der EGMR am Donnerstag mitteilte, ist der Portugiese der Auffassung, dass sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt worden sei. Mourinho bezieht sich dabei auf Sanktionen während seiner Amtszeit bei Fenerbahce Istanbul.
Nach Angaben des EGMR hatte Mourinho schon im März 2025 eine Beschwerde gegen die Strafe eingereicht, die der türkische Fußballverband TFF Ende 2024 wegen „unsportlicher“ Äußerungen gegen Anhänger von Trabzonspor sowie den Schiedsrichter gegen ihn verhängt hatte. Die Disziplinarkommission der TFF hatte Mourinho zu einem Spiel Sperre sowie zwei Geldstrafen von insgesamt rund 11.600 Euro verurteilt.
EGMR lässt Beschwerde von Mourinho zu
„Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die betreffende Streitigkeit nicht von einem unabhängigen und unparteiischen Gericht entschieden worden sei“, hieß es in einer Sachverhaltsdarstellung des EGMR. Mourinho behauptete zudem, die begründete Entscheidung der TFF sei ihm nie zugestellt worden und „rügt, dass sein Recht auf freie Meinungsäußerung durch die ihm auferlegten Sanktionen verletzt worden sei“, teilte der Gerichtshof mit.
Der EGMR erklärte die Beschwerde für zulässig und übermittelte den türkischen Behörden eine Reihe von Fragen. Die Sanktionen im Herbst 2024 waren nicht die einzigen, die Mourinho in der Türkei erhielt.
Süper Lig: Die Strafakte von Mourinho
Im Februar 2025 verhängte die TFF aufgrund von Rassismus-Vorwürfen eine Strafe von zwei Spielen Sperre und 14.200 Euro. Zwei Monate später kassierte der Portugiese nach einem Griff ins Gesicht von Galatasaray-Trainer Okan Buruk eine Sperre für drei Spiele und eine Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro.
Mourinho hatte Fenerbahce im Juni 2024 übernommen und war im August 2025 wieder entlassen worden. In der abgelaufenen Saison führte er Benfica Lissabon auf Platz drei in Portugal. Für die kommende Spielzeit wird er als Nachfolger von Alvaro Arbeloa bei Real Madrid gehandelt.