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Die dunkle Seite eines 180-Millionen-Manns

Die dunkle Seite eines 180-Millionen-Manns

Conor McGregor wird von einem italienischer DJ der grundlosen Körperverletzung beschuldigt. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass er ins Zwielicht gerät.
Bei Conor McGregor ist die Zündschnur mal wieder sehr kurz. Nach seinem missglückten First Pitch in einem Baseball-Spiel lässt der Ex-UFC-Star seinen Gefühlen via Instagram freien Lauf.
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von SPORT1

Conor McGregor ist ein Kampfsportler auf Weltklasse-Niveau - und als weltweit populäres Phänomen der größte Kassenmagnet der MMA-Liga UFC.

Nach Schätzung von Forbes ist er mit einem Jahresverdienst von 180 Millionen Dollar der bestbezahlte Sportler überhaupt im Jahr 2021.

Immer wieder jedoch ist der begnadete Selbstvermarkter auch aus den falschen Gründen in den Schlagzeilen. Nun erneut, zum x-ten Mal.

Conor McGregor soll bekannten DJ geschlagen haben

Der MMA-Fighter soll am vergangenen Wochenende bei einem Italien-Trip ausgerastet sein und eine dort berühmte Persönlichkeit bei einer Party in Rom geschlagen haben. Francesco Facchinetti, in Italien ein landesweit bekannter DJ und Moderator, erhob diese Vorwürfe auf seinem Instagram-Kanal.

Demnach kam es in der Nacht von Samstag zu Sonntag gegen 2.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung. McGregor, der mit dem 41-Jährigen unterwegs war, soll diesen gefragt haben, ob sie nicht noch in einen anderen Club weiterziehen wollen. Als der DJ dies bejahte, sollen die Fäuste geflogen sein.

Einen Grund für den Angriff gab es laut Aussagen von Facchinetti nicht, durch den Schlag sollen Ober- und Unterlippe aufgeplatzt sein. Zudem soll ein Nasenbruch vorliegen.

Conor McGregor soll den italienischen DJ Francesco Facchinetti geschlagen haben
Conor McGregor soll den italienischen DJ Francesco Facchinetti geschlagen haben

Freundin des mutmaßlichen Opfers warnt vor McGregor

„Ich habe grundlos einen Schlag bekomme. Es hätte jeden treffen können“, erklärte er in seiner Insta-Story. „Deshalb habe ich beschlossen, Conor McGregor zu verklagen, weil er ein gewalttätiger und gefährlicher Mensch ist.“

Bei dem Angriff sollen neben den Beteiligten und deren Lebenspartnerinnen auch noch diverse weiter Zeugen vor Ort gewesen sein. Einige sollen den MMA-Fighter weggezogen und gegen eine Wand gedrückt haben, bis sich das Sicherheitspersonal einschalten konnte.

Auch Wilma Helena Faissol, die Freundin des Moderators, ging an die Öffentlichkeit. „Er (Conor McGregor, Anm. d. Red.) wird bis zum 26. Oktober in Italien bleiben. Wenn du ihn siehst, bleib weg von ihm. Gehe nicht in seine Nähe und frage nicht nach Autogrammen, weil er ein instabiler und gefährlicher Mensch ist“, schrieb sie bei Instagram.

McGregors Vorgeschichte ist lang

McGregor hat sich bis jetzt nicht zu den Vorwürfen geäußert, die ihn nicht zum ersten Mal ins Zwielicht rücken.

Der „Notorious One“ hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz, immer wieder ging es um unberechenbar anmutende Gewaltausbrüche: Man denke vor allem an die geradezu unfassbaren Metallabsperrungs-Attacke auf den Bus seines Rivalen Khabib Nurmagomedov oder der Schlag gegen einen älteren Mann in einem Dubliner Pub 2019 - in dessen Zuge auch herausgekommen war, dass McGregor schon 18 Verurteilungen auf dem Konto hatte, die meisten wegen Verkehrsdelikten. In der Heimat Irland ist auch noch immer ein Zivilprozess wegen des Vorwurfs sexueller Gewalt gegen ihn anhängig.

Dauerhafte Konsequenzen für McGregors Karriere hatte nichts davon, auch im neuesten Fall sieht es nicht so aus: UFC-Boss Dana White mochte die Vorwürfe gegen seinen Topstar auf Nachfrage nicht kommentieren. Er wisse zu wenig darüber.

McGregor stand zuletzt im Juli gegen Dustin Poirier im Octagon, wobei er sich unter dramatischen Umständen das Bein brach und durch technischen K.o. verlor. Ein weiterer Fight gegen seinen Dauerrivalen dürfte das nächste sportliche Unterfangen McGregors sein.

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