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Leichtathletik: Duplantis verpasst Weltrekord - Mihambo mit Anlaufschwierigkeiten beim ISTAF Indoor in Berlin

Duplantis verpasst Weltrekord

Armand Duplantis verpasst beim ISTAF Indoor in Berlin hauchzart einen neuen Weltrekord. Malaika Mihambo hat mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen.
Der Schwede Armand Duplantis hat beim STAF Indoor den Weltrekord knapp verfehlt. Er hatte im dritten und letzten Versuch über 6,19 Meter die Latte schon übersprungen, ehe die Stange dann doch noch fiel.
Armand Duplantis verpasst beim ISTAF Indoor in Berlin hauchzart einen neuen Weltrekord. Malaika Mihambo hat mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen.

Am Ende sollte es einfach nicht sein!

Der schwedische Stabhochsprung-Star Armand Duplantis scheiterte beim ISTAF Indoor in Berlin an der Hürde von 6,19 Metern und verpasste einen neuen Weltrekord.

Die Bestmarke liegt damit weiterhin bei 6,18 Metern, die der Schwede mit amerikanischen Wurzeln 2018 in Glasgow aufstellte.

Duplantis knackt Meeting-Rekord

Zuvor kündigte Duplantis an, dass der Weltrekord zeitnah fallen werde.

Um ein Haar hätte der 22-Jährige den Rekord in Berlin auch tatsächlich geknackt. Im letzten Versuch bei 6,19 Meter war Duplantis augenscheinlich schon über den kritischen Punkt hinweg, ehe er jedoch die Stange touchierte und der Traum vom neuen Weltrekord damit dahin war.

Dabei sah es kurz zuvor so aus, als würde sich Duplantis ohnehin schon früher als gedacht aus dem Turnier verabschieden. Bei 5,92 Metern scheiterte der Schwede in den ersten beiden Versuchen.

Im dritten Anlauf zeigte Duplantis allerdings seine Klasse und hielt damit seinen Traum vom Weltrekord am Leben – wenn auch nur für kurze Zeit.

Trotz des verpassten Weltrekordes sicherte sich Duplantis mit Abstand Platz eins und knackte mit einer Höhe von 6,03 Metern den Meeting-Rekord von Renaud Lavillenie.

Deutscher Stabhochspringer sorgt für Furore

Für Furore sorgte auch der deutsche Stabhochspringer Oleg Zernikel, der die ersten vier Sprünge bis zu einer Höhe von 5,81 Meter allesamt im ersten Versuch meisterte.

Erst bei 5,92 Metern scheiterte Zernikel in allen drei Versuchen – steigerte allerdings trotzdem seine persönliche Bestleistung um ganze neun Zentimeter und sicherte sich Platz drei.

Malaika Mihambo, die sowohl im Weitsprung als auch im Sprint über 60 Metern an den Start ging, absolvierte derweil nicht das erhoffte Traumduell gegen Gina Lückenkemper.

Mihambo trat im Gegensatz zu Lückenkemper bereits im ersten Vorlauf an, landete mit einer Zeit von 7,48 Sekunden im Sprint jedoch nur auf Platz vier und qualifizierte sich somit nicht für das Finale.

Wirklich traurig dürfte Mihambo darüber aber nicht gewesen sein.

Ihr primäres Ziel sei gewesen „im Vorlauf über die 60 Meter ein bisschen Spaß zu haben, natürlich auch in den maximalen Bereich zu kommen und die Technik unter dem Druck zu stabilisieren.“

Lückenkemper landet auf fünftem Platz

Bereits zuvor kündigte die 28-Jährige an, lediglich am Vorlauf teilzunehmen.

Besser lief es auf den 60 Metern für Lückenkemper, die sich im zweiten Vorlauf mit 7,36 Sekunden als Dritte für den Finallauf qualifizierte.

Im Finale reicht es jedoch auch für Lückenkemper bei einer Zeit von 7,33 Sekunden nur für den fünften Platz.

Die deutsche Leichtathletin dürfte mit ihrer Zeit dennoch zufrieden gewesen sein, da sie nach mehr als 1000 Tagen erstmals wieder bei einem Hallenwettkampf antrat.

Unterdessen hatte Mihambo in ihrer Paradedisziplin, dem Weitspringen, zu Beginn mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die ersten drei Sprünge der gebürtigen Heidelbergerin wurden alle für ungültig erklärt, da sie übertreten hatte.

Im fünften Sprung erreichte Mihambo jedoch eine starke Weite von 6,66 Metern und landete damit auf dem dritten Platz.

Den Sieg sicherte sich Khaddi Sagnia aus Schweden (6,68 m) vor Merle Homeier aus Göttingen, die wie Mihambo 6,66 m sprang und damit eine persönliche Bestleistung hinlegte.