Die Sportwelt trauert um Tori Bowie, eine der schnellsten Frauen der vergangenen Jahre.
Lückenkemper trauert um Kollegin
Das Management der ehemaligen Sprint-Weltmeisterin hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die US-Amerikanerin im Alter von nur 32 Jahren verstorben ist.
Auch Gina Lückenkemper drückte in den sozialen Medien ihre Anteilnahme am plötzlichen Ableben ihrer Kollegin aus. In ihrer Instagram-Story teilte die deutsche Star-Athletin einen Beitrag von Lance Brauman, der Bowie von 2014 bis 2018 trainiert hatte.
Lückenkemper postete eine Friedenstaube zu dem von Brauman veröffentlichten Video, das zahlreiche Bilder aus Bowies Karriere beinhaltet.
Trauer um Tori Bowie: Ex-Trainer mit emotionalen Worten
„Ich hatte das Glück, einige der spektakulärsten Momente in ihrer Laufbahn hautnah mitzuerleben, die ich unbedingt mit allen teilen möchte“, schrieb der Leichtathletik-Coach. Bowie werde vermisst und für immer geliebt werden.
„Mein Beileid an ihre Familie, von der ich mit Sicherheit weiß, dass sie (Tori Bowie, d. Red.) sehr stolz war, sie (die Familie) auf der Weltbühne zu repräsentieren!“, fuhr Brauman fort.
Die Schwester von Tori, Tamarra Bowie, meldete sich indes mit einem emotionalen und kryptischen Statement auf Facebook zu Wort.
Kryptische Botschaft von Bowie-Schwester
In diesem deutet sie mentale Probleme ihrer Schwester an: „Menschen, die vorgeben, glücklich zu sein, haben mitunter die traurigsten Seelen. Und Menschen, die nicht versuchen, die Welt davon zu überzeugen, dass sie glücklich sind, haben die echtesten Seelen, weil sie damit zufrieden sind, nur sie selbst zu sein und niemand anderes.“
Die beiden Schwestern waren von ihrer Mutter in jungen Jahren in ein Kinderheim abgegeben worden, später aber von ihrer Großmutter unter ärmlichen Bedingungen großgezogen worden.
„Es war ein Kampf vom ersten Tag an“, erklärte Bowie einst. Sie habe sich ihr ganzes Leben durchkämpfen müssen, sei aber von ihrer Familie und ihrem Glauben inspiriert worden.
Leichtathletik-Stars fassungslos: „Es tut weh“
Der US-amerikanische Leichtathletik-Verband USATF verfasste bei Twitter ein Statement, das Bowies Einfluss auf den Sport als „unermesslich“ betitelt: „Wir werden sie sehr vermissen.“
Fassungslos zeigte sich Bowies Sprint-Kollege Noah Lyles: „Ich kann das nicht glauben. Ich hatte gerade gehört, dass sie bei ihrer Schwester zu Hause sei, und jetzt das. Es bricht mir das Herz, das zu hören, und ich werde die Familie in meinen Gebeten begleiten.“
Der dreifache Olympia-Medaillengewinner im Drei- und Weitsprung, William Clay schrieb bei Twitter: „Es tut weh. Lang lebe der Champion, die Schwester, die Tochter, das Model und so viel mehr.“
Highlight in Bowies Karriere war der WM-Titel 2017. Über die 100 Meter wurde sie in London mit einer Zeit von 10,85 Sekunden Weltmeisterin. Auch in der Staffel über die 4x100 Meter konnte sie sich mit ihren Landsfrauen den WM-Titel sichern.
Bowie trumpfte ebenfalls bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 groß auf und durfte sich mit einem kompletten Medaillensatz auf die Heimreise begeben.
Die genaue Todesursache von Bowie, die in ihrer Wohnung leblos aufgefunden wurde, ist nicht bekannt.