Knapper hätte es der Äthiopier Yomif Kejelcha wohl nicht machen können: Er unterbot den Weltrekord im Halbmarathon um eine Sekunde. Damit löste er den bisherigen Rekord-Inhaber Jacob Kiplimo aus Uganda ab, der den Rekord vor drei Jahren in Lissabon gelaufen war. Kejelcha legte die 21,0975 km lange Strecke in einer Zeit von 57 Minuten und 30 Sekunden zurück.
Sekundenkrimi führt zu Weltrekord!

Bei der 15km-Marke setzte sich der Äthiopier vom kenianischen Duo Daniel Mateiko und Isaia Kipkoech ab und stürmte im Alleingang zur Rekordzeit.

Kejelcha steigert sich um 11 Sekunden
Valencia ist bekannt für eine flache und schnelle Strecke und deshalb nutzt jährlich die Welt-Elite im Langstreckenlauf die Möglichkeit für die Jagd nach schnellen Zeiten. So lief Kejelcha dort bereits im Oktober 2023 Bestzeit und stellte damals mit 57:41 einen nationalen Rekord auf.
Der Halbmarathon-Weltrekord ist nicht der erste für den 27-Jährigen. 2019 lief er in 3:47 Minuten einen Hallen-Weltrekord über die Meile und zeigte damit auch seine Qualitäten auf der Mittelstrecke. Ebenso ist Kejelcha zweimaliger Hallen-Weltmeister über 3000 m. Als er 2018 seinen zweiten Weltmeister-Titel holte, benötigte er für den Halbmarathon noch 59:17 Minuten, also fast zwei Minuten länger als heute in Valencia.
Klosterhalfen mit bester deutscher Platzierung
Auch eine kleine Abordnung des DLV war in Valencia am Start: Konstanze Klosterhalfen (67:07), welche im September ihr Comeback gab, und Eva Dieterich (68:26) erreichten die Plätze neun und zehn.
Für Dieterich bedeutete dies eine neue Bestzeit, ebenso wie für den mehrfachen EM- und WM-Starter Aaron Bienenfeld, der sich auf 61:45 steigerte. Bei den Frauen siegte die Kenianerin Agnes Ngetich in 63:04 Minuten.