Speerwerfer Julian Weber hat bei seinem Comeback ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und auf Anhieb die europäische Jahresbestleistung gesetzt.
Deutscher Leichtathletik-Star glänzt bei Comeback
Deutscher Star glänzt bei Comeback
Der 31-Jährige gewann das Meeting in Luzern mit starken 87,04 m, erfüllte damit die Leistungsbestätigungsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Europameisterschaften in Birmingham und verbesserte sich auf Rang drei der Weltjahresbestenliste.
Für Weber war es nach einer mehrmonatigen Verletzungspause der erste Wettkampf, vor den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid (24. bis 26. Juli) sammelte der Mainzer großes Selbstvertrauen. Platz zwei in der Schweiz belegte der Australier Cameron McEntyre mit 85,73 m, Dritter wurde der Litauer Edis Matusevicius (83,34).
Weber: „Es fühlt sich großartig an“
„Ich finde endlich Schritt für Schritt zurück zu dem, was ich liebe. Es ist noch nicht alles perfekt, aber es fühlt sich einfach großartig an, endlich wieder werfen zu können“, hatte Weber vor seinem Comeback gesagt.
In Luzern ließ der Athlet vom USC Mainz seinen Worten Taten folgen und löste den Tschechen Jakub Vadlejch ab, der im Mai mit 85,24 m die europäische Jahresbestleistung gesetzt hatte.
Bereits im ersten Versuch übertraf Weber die geforderte DLV-Norm deutlich. Die Qualifikationsweite für die EM vom 10. bis 16. August in Birmingham hatte er mit seinen 91,51 m aus dem Vorjahr bereits erfüllt.
Röhler auf Platz fünf
Nach Würfen auf 81,70 m und 83,94 m steigerte sich Weber im dritten Durchgang auf seine Siegerweite. Auf die letzten drei Versuche verzichtete er.
Thomas Röhler, Olympiasieger von 2016, belegte mit 80,30 m den fünften Platz. Max Dehning kam mit 75,20 m nicht über Rang zwölf hinaus.