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Er zerlegt sich am ARD-Mikro selbst - sogar der Reporter will ihn bremsen

Shootingstar zerlegt sich selbst

Owe Fischer-Breiholz wird bei der Leichtathletik-EM über 400 Meter Hürden Fünfter. Danach geht er extrem hart mit sich ins Gericht.
Die Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 finden vom 10. bis 16. August in Birmingham statt und bringen über 1.600 Athletinnen und Athleten aus 48 Nationen zusammen, darunter Stars wie Armand Duplantis, Femke Bol und Malaika Mihambo.
Owe Fischer-Breiholz wird bei der Leichtathletik-EM über 400 Meter Hürden Fünfter. Danach geht er extrem hart mit sich ins Gericht.

Viel größer hätte der Frust bei Owe Fischer-Breiholz nach dem Finale über 400 Meter Hürden bei der Leichtathletik-EM kaum sein können.

Nachdem er als Fünfter ins Ziel gekommen war, ging er gleich zu Boden. Der Ärger über die verpasste Medaille war ihm ins Gesicht geschrieben. 0,3 Sekunden fehlten zu Bronze. Der 22-Jährige schrie anschließend seinen Ärger heraus, klopfte mit den Fäusten auf den Boden und konnte auch von seinem Teamkollegen Emil Agyekum, der Silber gewann, kaum beruhigt werden.

Auch wenige Minuten später hatte Fischer-Breiholz seine Emotionen nicht gebändigt. Ganz im Gegenteil, im Interview mit der ARD brach der Ärger so richtig aus ihm heraus.

„Ich habe noch nie so eine Enttäuschung verspürt. Ich war so bereit, jetzt alles zu geben und irgendwie habe ich es einfach überhaupt nicht geschafft. Ich weiß nicht warum, aber ich bin heute das ganze Rennen mit der anderen Seite gelaufen. Es ist so ein dummer Fehler“, ärgerte sich der 22-Jährige im Gespräch mit Reporter Claus Lufen über sich selbst.

Fischer-Breitholz mit harter Selbstkritik: „Kriege es nicht hin“

Jetzt hatte sich Fischer-Breiholz erst so richtig in Rage geredet und ging hart mit sich ins Gericht: „Und dann auf der letzten Geraden, wo ich dachte, okay, jetzt holst du sie, geht mir einfach die Kraft aus. Ich verstehe einfach nicht, wie ich so wenig mitspielen konnte.“

„Ich kenne ja mein Potenzial. Ich weiß genau, was ich kann. Das habe ich nicht einmal gezeigt diese Saison. Ich laufe die Tempoläufe sekundenschneller als letztes Jahr. Ich wäre die ganze Zeit in der Lage, in der 47er-Zeit zu laufen, aber ich kriege es die ganze Zeit nicht hin. Das nervt mich so sehr“, ärgerte sich Fischer-Breiholz. Es ging bis an den Punkt, an dem Interviewer Lufen ihn zu bremsen versuchte, er solle „nicht zu hart zu sich selbst“ sein.

FischerBreiholz‘ Ärger war wohl auch deshalb so groß, weil eine Medaille durchaus möglich gewesen wäre: „Wenn man sieht, mit was für Zeiten man hier Medaillen geholt hat und dann weiß, das man das so einfach kann. Irgendwie schaffe ich es trotzdem nicht, dann einfach mir diese Medaille zu holen.“

Vorerst ist der Traum von einer Medaille ausgeträumt. Dem talentierten Hürdenläufer und amtierenden U23-Europameister dürfte aber die Zukunft gehören.