Cyréna Samba-Mayela gewann bei den Olympischen Spielen 2024 über 100 Meter Hürden Silber und sorgte für ein Leichtathletik-Highlight Frankreichs. Mit ihrer Zeit von 12,31 Sekunden hält die 25-Jährige dazu den französischen Rekord, im gleichen Jahr hatte sie sich auch den EM-Titel in Rom gesichert. Nun aber droht ihr ein herber Rückschlag.
Doping-Wirbel: Leichtathletik-Star droht lange Sperre
Leichtathletik-Star droht lange Sperre
Wie die französische Sportzeitung L’Équipe berichtet, soll Samba-Mayela innerhalb von zwölf Monaten drei Dopingkontrollen verpasst haben. Nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur werden drei Verstöße gegen die Meldepflicht innerhalb eines Jahres wie ein positiver Dopingtest gewertet. Im schlimmsten Fall droht ihr deshalb eine Sperre von zwei Jahren.
Zuletzt hatte Samba-Mayela bei der Europameisterschaften in Birmingham offiziell wegen einer Wadenverletzung gefehlt. „Seit mehreren Wochen leide ich an körperlichen Schmerzen, die mich schon daran gehindert haben, meinen Titel bei den französischen Meisterschaften zu verteidigen“, erklärte sie ihr Fehlen. Jetzt könnte Samba-Mayela allerdings noch viel größere Probleme bekommen.
Leichtathletik: Verpasst Samba-Mayela die Olympischen Spiele?
Leistungssportler müssen täglich ein festes Zeitfenster von 60 Minuten angeben, in dem sie für unangekündigte Kontrollen erreichbar sind. Gelingt es Samba-Mayela nicht, mindestens einen der versäumten Tests plausibel zu erklären, könnte eine Sperre folgen. Je nach Zeitpunkt eines Urteils wäre damit sogar ihre Teilnahme an den Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles gefährdet.
Bislang äußerten sich weder die Athletin selbst noch der französische Verband oder die zuständige Athletics Integrity Unit (AIU) zu dem Fall. Samba-Mayela lebt und trainiert überwiegend in den USA. Anders als beispielsweise der deutsche Sprinter Owen Ansah begegnete sie ihrem Kontrolleur gar nicht erst.
Ansah hatte auf eine Dopingprobe verzichtet, weil er einen Flug erwischen wollte. Bei ihm steht eine vierjährige Sperre im Raum.