Gibt es bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die nächste Goldmedaille für Deutschland? Zumindest greift mit Speerwerfer Julian Weber einer der meistdekorierten deutschen Leichtathleten nach seiner nächsten Medaille.
Leichtathletik-EM: Speerwurf-Finale mit Julian Weber heute live im Free-TV und Stream
Holt Weber das nächste deutsche Gold?
2022 holte der heute 31-Jährige in München den Europameistertitel. 2024 in Rom reichte es knapp nur zu Silber – jetzt soll wieder Gold her! Im Endkampf zählt er zu den großen Favoriten auf den Titel, in der laufenden Saison ist Weber mit 87,04 m die klare Nummer eins in Europa.
Leichtathletik-EM: So verfolgen Sie das Speerwurf-Finale der Männer LIVE
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Seine Ambitionen unterstrich Weber schon in der Qualifikation. Dort reichte ihm nur ein einziger Wurf, um in das Finale einzuziehen. Der Europameister von 2022 warf im ersten Versuch 84,02 m und übertraf damit die geforderten 82,00 m deutlich.
„Das war genau das Ziel. Ich war schon etwas aufgeregt, weil die Vorbereitung nicht so gut war. Jetzt ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Mainzer nach seinem Kurzauftritt bei Temperaturen deutlich über 30 Grad im ZDF: „Jetzt gehe ich ins Eisbad, und dann geht es am Samstag weiter.“ Das Finale beginnt offiziell um 21.01 Uhr.
Leichtathletik-EM: Röhler nach Drama nicht im Finale
Thomas Röhler leider nicht dabei sein, der Olympiasieger von 2016 hatte sich mit einem tollen Wurf auf 79,02 Meter vermeintlich für das EM-Finale qualifiziert, doch der Versuch wurde kurz nach dem Wettkampf annulliert.
Die Kampfrichter schauten ganz genau hin und erkannten beim Anlauf einen anderen Fehler: Der Deutsche hatte die seitliche Begrenzung minimal berührt. So fehlten ihm nur wenige Millimeter zum Finaleinzug.
„Der Hauptschiedsrichter kam am Ende zu mir und hat gesagt: Den Wurf müssen wir leider rausnehmen. Dann habe ich gefragt: ‚Warum?‘ Und dann hat sie mir ein Bild gezeigt, dass ich mit dem linken Schuh die linke Seitenlinie ein Stück angekratzt habe. Das ist eine Sache, die mir so in meiner Karriere auch noch nie passiert ist“, ärgerte sich Röhler im ZDF.
Weil sein starker dritter Versuch aus der Wertung genommen wurde, stand Röhler nach drei Versuchen nur bei 78,67 Metern. 78,88 Meter, und somit 21 Zentimeter mehr, hätte er für das Finale gebraucht.
—mit Sport-Informations-Dienst (SID)