Nach Marathon-Drama: Pfeiffer gewinnt in Köln mit Rekord
In Berlin scheitert der Angriff auf den deutschen Marathon-Rekord. Nun stürmt Esther Pfeiffer in Köln über die Halbmarathon-Distanz zum Sieg - und das in neuer Rekordzeit.
Erst vor einer Woche hat Esther Pfeiffer ihren Rekordversuch beim Berlin Marathon dramatisch abbrechen müssen – nun startete sie am Sonntag (4.10) im Rahmen des Kölner Marathons über die halbe Distanz – und siegte in doppelter Rekordzeit.
Nach 21,0975 Kilometern durchriss Pfeiffer in 67:24 Minuten als schnellste Frau das Zielband. Damit verbesserte sie ihren eigens aufgestellten Streckenrekord um vier Sekunden, ihre persönliche Bestleistung aus dem April steigerte sie um eine Sekunde. Dabei war der Start in ihrer alten und neuen Heimatstadt eigentlich gar nicht eingeplant gewesen.
Pfeiffer wollte „Saison noch retten“
Denn erst vor einer Woche war die Top-Läuferin noch als deutsche Favoritin beim Berlin-Marathon an den Start gegangen. Vor dem Rennen hatte Pfeiffer angekündigt, den deutschen Marathonrekord von Irina Mikitenko aus dem Jahr 2008 angreifen zu wollen – die Jagd nach der Bestmarke endete nach 14 Kilometern wegen anhaltender Magenschmerzen.
Auch wenn der Köln-Start nicht einkalkuliert war, hatte die 29-Jährige erneut große Pläne. „Ich wollte eine 66er Zeit laufen, um noch meine Saison zu retten“, erklärte sie laut DLV. Und der Plan schien zunächst aufzugehen: An der Seite von Pacemaker und Ehemann Hendrik Pfeiffer lief sie mutig an, die Fünf-Kilometer-Zeit von 15:38 Minuten deutete eine neue Bestleistung unter 67 Minuten an.
„Wir waren bei 10 Kilometern noch voll auf Kurs. Ich verstehe nicht, warum ich es nicht halten konnte. Bis dahin habe ich mich super gefühlt. Warum es nicht geklappt hat, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall konnte ich hinten heraus nicht mehr pushen“, so die 29-Jährige im Ziel.
Deutsche Athletin gibt sich kämpferisch
Pfeiffer hält weiterhin an ihren großen Marathon-Ambitionen fest. „Ich werde zurückkommen“, hatte Pfeiffer bereits nach dem Berlin-Aus via Instagram angekündigt. Sie plant, in naher Zukunft erneut einen Marathon auf absolutem Rekordniveau anzugehen.
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Sie betonte, dass genau dieses kompromisslose Mindset sie überhaupt erst in die europäische Spitzenklasse und zu ihren bisherigen Bestzeiten gebracht habe. Als Profisportlerin müsse man sich ambitionierte Ziele setzen – ihr Auftritt in Köln untermauerte das.