Heim-WM in München? „Wäre ein Traum“

von SID
Heim-WM in München? „Wäre ein Traum“

Steigt die Leichtathletik-WM 20 Jahre nach den Titelkämpfen in Berlin wieder in Deutschland? Leo Neugebauer hofft auf ein Heimspiel in München.

Wenn in Budapest die Entscheidung fällt, schaut auch Zehnkampf-Star Leo Neugebauer genau hin. „München 2029 wäre ein Traum“, sagt der Welt- und Europameister mit Blick auf die anstehende Vergabe der Titelkämpfe für die Jahre 2029 und 2031.

München hofft auf Leichtathletik-WM

20 Jahre nach den Usain-Bolt-Festspielen von Berlin könnte wieder eine Leichtathletik-WM in Deutschland stattfinden, diesmal geht der DLV mit München ins Rennen. Die bayerische Landeshauptstadt rechnet sich nach der rauschhaften EM von 2022 gute Chancen aus, doch mit London und Rom ist die Konkurrenz groß, zudem könnte Nairobi als erste Stadt in Afrika eine WM ausrichten.

Leo Neugebauer hofft auf einen Zuschlag für München
Leo Neugebauer hofft auf einen Zuschlag für MünchenHofft auf eine WM in München: Leo Neugebauer© picture-alliance/NurPhoto/MI News/SID/Stuart Leggett

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics (WA) will seine Entscheidung am Dienstag um 11.15 Uhr im Anschluss an die Council-Sitzung in Budapest verkünden.

Millionenbudget fürs Olympiastadion

München hat im Vorfeld viel Werbung für sich gemacht, eine WM würde dann im frisch renovierten Olympiastadion ausgetragen werden, die Stadt plant derzeit mit Kosten in Höhe von rund 107 Millionen Euro für 2029 und etwa 110 Millionen Euro für 2031.

„Wie cool wäre das, wenn wir 20 Jahre“ nach den 9,58 Sekunden von Bolt „in Deutschland einen neuen Sprintweltrekord sehen bei den Männern“, sagt Gina Lückenkemper, die beim EM-Fest 2022 Gold über 100 m geholt hatte und sich zuletzt beim Weltverband mit einem zehnminütigen Vortrag für München ins Zeug legte. Und Mittelstrecken-Läufer Robert Farken wird bei der Aussicht auf eine Heim-WM sogar ganz poetisch: „Das wäre mir ein inneres Blumenpflücken“.