Freitag begrüßt Hörmann-Aus

Freitag begrüßt Hörmann-Aus

Dagmar Freitag hat den angekündigten Rücktritt von DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Dezember begrüßt.
Hörmanns Abschied wird als überfällig wahrgenommen
Hörmanns Abschied wird als überfällig wahrgenommen
© POOL/POOL/SID/INA FASSBENDER
SID
von SID
am 17. Juni

Dagmar Freitag hat den angekündigten Rücktritt von DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Dezember begrüßt.

"Das war überfällig", sagte die Vorsitzende im Sportausschuss des Bundestages dem SID am Donnerstag, "weil aus meiner Sicht der mittlerweile täglich zunehmende Vertrauensverlust in die Art und Weise, wie Herr Hörmann seine Amtsführung verstanden hat, mit Händen greifbar war."

Hörmann hatte in der Briefaffäre um seine Person am Mittwochabend die Konsequenzen gezogen und mitgeteilt, dass er bei den Neuwahlen des Präsidiums durch die Mitgliederversammlung nicht mehr zur Verfügung stehe. Ihm waren in dem anonymen Schreiben mangelnde Führungsqualitäten ("Kultur der Angst") vorgeworfen worden.

Die unabhängige Ethikkommission des DOSB hatte nach ihrer Untersuchung vorgezogene Neuwahlen im Dezember empfohlen. Dem war der DOSB zunächst nicht gefolgt, sondern wollte zunächst im September die Vertrauensfrage stellen. Am Mittwoch erfolgte nach lautstarker Kritik aus vielen Lagern des Sport die Rolle rückwärts.

Freitag sieht auf den Deutschen Olympischen Sportbund nun schwierige Aufgaben zukommen und appellierte: "Es ist jetzt Aufgabe aller unmittelbar am Verfahren Beteiligten aus den Mitgliedsorganisationen, ein vernünftiges Verfahren zu organisieren und ein Team zusammenzustellen, das dem deutschen Sport nicht nur ein neues Gesicht gibt, sondern auch den massiven Vertrauensverlust sowie die unbestrittenen Verwerfungen nach innen und außen beseitigt."

Die 68 Jahre alte Sauerländerin wird nach den Bundestagswahlen im September ihr Amt abgeben. Für den Posten als DOSB-Chefin aber steht Freitag nicht zur Verfügung. "Nein, meine Lebensplanung für die bevorstehende Zeit nach der Zeit im Bundestag ist eine andere", sagte sie dem SID.

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