Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) hat mehr als 80 deutschen Weltmeisterinnen und Weltmeistern in Berlin das Silberne Lorbeerblatt verliehen. Der Termin im Bundeskanzleramt war Teil eins der Auszeichnung, am 4. Februar ehrt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue weitere Sportlerinnen und Sportler aus den olympischen, paralympischen und deaflympischen Disziplinen.
Höchste Auszeichnung für deutsche Weltmeister
Auszeichnung für deutsche Weltmeister
Schenderlein (44) nutzte den Anlass am Montag, um auf die Bemühungen der Bundesregierung aufmerksam zu machen, „den Sport in diesem Land weiter“ voranzubringen. „Das wichtigste sportpolitische Ziel“ sei es, „Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen“, sagte Schenderlein. Die Bewerbung um Sommerspiele wolle sie nutzen „als kräftigen Anstoß für Veränderungen, für einen positiven Blick nach vorne und für Investitionen in unsere Infrastruktur“.
Deutschland will „mit internationalen Standards mehr als nur mithalten“
Auch die Sportmilliarde, die Finanzierung von Sportstätten aus dem Sondervermögen des Bundes bis zum Ende der Legislatur 2029, das geplante Sportfördergesetz und das Zentrum für Safe Sport unterstützten laut Schenderlein das Ziel der Regierung: „Leistungsfähigkeit ausbauen und Perspektiven schaffen, die mit internationalen Standards mehr als nur mithalten können.“
Das Silberne Lorbeerblatt, 1950 vom damaligen Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet, ist die höchste nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen im deutschen Sport. Erstmals wurden in diesem Jahr auch Weltmeisterinnen und Weltmeister aus dem Para- und Gehörlosen-Sport geehrt.
Anders als in der Vergangenheit ist im Bund nicht mehr das Innenministerium (BMI), sondern Staatsministerin Schenderlein im Kanzleramt für den Sport und damit neben Steinmeier auch für die Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts zuständig.