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Stallkrieg? Vettel erklärt sich

Stallkrieg? Vettel erklärt sich

Sebastian Vettel und Charles Leclerc äußern sich zum Platztausch-Vorfall in Sotschi. Vor dem Rennen in Japan versuchen beide, den Vorfall herunterzuspielen.
Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Russland kein Glück. Nach einem hervorragenden Start und zwischenzeitlicher Führung muss er in Runde 28 seinen Ferrari abstellen.
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von SPORT1

Sebastian Vettel hat sich vor dem Japan-Grand-Prix der Formel 1 (Formel 1: Großer Preis von Japan, So., ab 7 Uhr im LIVETICKER) zur Stallregie-Situation mit Charles Leclerc in Sotschi geäußert und einen Fehler eingeräumt.

"Natürlich habe ich am Funk den Bescheid bekommen, den Platz zu tauschen, und habe mich nicht darangehalten. Das war mit Sicherheit nicht richtig", erklärte der viermalige Weltmeister am Donnerstag.

Von einem Stallkrieg will Vettel zudem nichts wissen. "Ich würde da nicht so einen Wind um die ganze Geschichte machen", meinte der 32-Jährige: "Was bleibt, ist die Tatsache, dass wir mit einem Auto liegengeblieben sind. Darüber können wir nicht erfreut sein. Das Rennen in Sotschi hätte für uns als Team insgesamt besser verlaufen können."

Ferrari's German driver Sebastian Vettel (L) leads ahead of his teammate Ferrari's Monegasque driver Charles Leclerc (R) after the start of the Formula One Russian Grand Prix at The Sochi Autodrom Circuit in Sochi on September 29, 2019. (Photo by Dimitar DILKOFF / AFP)        (Photo credit should read DIMITAR DILKOFF/AFP/Getty Images)
Charles Leclerc (r.) steht noch bis 2022 unter Vertrag bei Ferrari
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (r.) hatte am Funk mit Leclerc und Vettel zu kämpfen
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Vettel wurde auch darauf angesprochen, ob er das Gefühl habe, zur Nummer zwei zurückgestuft worden zu sein. Seine klare Antwort: "Gar nicht." Das Verhältnis zwischen beiden sei ohnehin intakt.

"Es ist so, wie es das ganze Jahr war. Wir kommen gut miteinander aus. Natürlich schenkt man sich auf der Strecke keinen Zentimeter und möchte den anderen schlagen. Das wäre bei mir und jedem anderen aber auch so."

Leclerc spricht von "Missverständnis"

In Sotschi hatte Vettel, der von Rang drei ins Rennen ging, sich an die Spitze gesetzt, dabei aber vom Windschatten seines Teamkollegen profitiert.

Der Monegasse forderte im Anschluss seinen Platz an der Spitze wieder zurück – und wurde dabei vom Team unterstützt. Der Deutsche kam den Funk-Wünschen des Teams nicht nach und verwies auf den deutlichen Abstand zwischen den beiden Ferraris.

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Das Team griff schließlich durch die Boxenstopp-Strategie ein und sorgte dadurch für den Platztausch.

Während Vettel, der nach dem Rennen gemeint hatte, es sei "am besten, wenn ich gar nichts sage", Reue zeigte, sprach Leclerc nun von einem "Missverständnis" und spielte den Vorfall herunter.

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Einzelgespräche der Ferraristi in Maranello

"Von außen sah es nach einer großen Sache aus, aber das war es gar nicht", sagte der 21-Jährige: "Wir müssen uns an Anweisungen des Teams halten. Beim Rennstart war die Situation für beide Fahrer nicht klar."

Nach dem Rennen haben Vettel und Leclerc jeweils Einzelgespräche mit Ferrari-Teamchef Mattia Binotto in Maranello geführt. "Wir haben das besprochen, und jetzt ist alles klar."

Leclerc stellte aber auch klar, "dass diese Situation in Zukunft nicht noch einmal" passieren dürfe.