Anzeige
Home>Motorsport>Formel 1>

Alain Prost: Warum der Ayrton-Senna-Rivale nie so populär wurde

Formel 1>

Alain Prost: Warum der Ayrton-Senna-Rivale nie so populär wurde

Anzeige
Anzeige

Der ungeliebte Formel-1-Gigant

Der ungeliebte Formel-1-Gigant

Alain Prost wurde heute vor 36 Jahren erstmals Weltmeister. Seine Duelle mit Ayrton Senna bewegten die Welt - populär wie sein Rivale wurde er nie.
Der Titelkampf in der Formel 1 zwischen Hamilton und Verstappen spitzt sich zu. Marc Surer äußert sich zur Favoriten-Frage.
SID
SID
von SID

Die L‘Equipe hatte sich schon früh festgelegt. „Kein Zweifel, der kleine Prost wird ein Großer“, schrieb die französische Sportzeitung einmal über den 1,60 m großen Alain Prost.

Und am 6. Oktober 1985 war es dann so weit - der Sohn eines Möbelmachers aus Saint-Chamond an der Loire gewann endlich seinen ersten WM-Titel. Zuvor war Prost zwei Mal Vizeweltmeister geworden. (BERICHT: Alle F1-Weltmeister auf einen Blick)

Doch 1985 war dann sein Jahr: Prost reichte damals schon ein vierter Platz beim Großen Preis von Europa in Brands Hatch, um sich zwei Rennen vor Abschluss der Saison auf den PS-Thron zu setzen. Noch drei weitere Male (1986, 1989 und 1993) sollte der „Professor“ nicht zu schlagen sein, rechnerisch gewann er jedes vierte Rennen, an dem er teilnahm. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Er hat einen Platz als einer der größten Fahrer in der Formel-1-Geschichte sicher“, heißt es über Prost in der „Hall of Fame“ auf der Homepage der Formel 1, seine Karriere sei aber auch „voller Konflikte und Kontroversen“ gewesen: „Er hat vier Titel gewonnen, aber auch vier Teams verbittert verlassen.“

Prost vs. Senna: Die vielleicht größte Fehde der Formel 1

So wie McLaren, nachdem das Duell mit seinem Teamrivalen Ayrton Senna völlig eskaliert war. Die Fehde zwischen Prost und dem charismatischen Brasilianer ist die wohl größte der Formel-1-Geschichte. (BERICHT: Die größten Hass-Duelle unter Teamkollegen)

Alain Prost (r.) und Ayrton Senna (l.) standen oft zusammen auf dem Podium, Freunde wurden sie aber nicht
Alain Prost (r.) und Ayrton Senna (l.) standen oft zusammen auf dem Podium, Freunde wurden sie aber nicht

Im Vergleich zu Senna war Prost nie der Liebling der Massen, er war verbissen, kompromisslos, immer etwas zu ehrgeizig. Sein Spitzname „Professor“ kam nicht von ungefähr - ein bisschen unnahbar, kühl, berechnend.

1994 sollte Prost bei Williams noch einmal neben Senna fahren, doch stattdessen beendet er seine Karriere. „Ich habe keine Lust mehr, mich öffentlich verletzen zu lassen“, sagte er. Wenige Monate später verunglückte Senna und starb, Prost war bei der Beerdigung einer der Sargträger. „Es war gut für mich und für mein Leben, denn ich konnte damit abschließen und die Leute konnten sehen, dass wir unseren Frieden gemacht hatten“, sagte er einmal.

Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de