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Hamilton-Rücktritt? „Wäre Armutszeugnis“

Hamilton-Rücktritt? „Wäre Armutszeugnis“

Lewis Hamilton spielt nach dem F1-Finale offenbar sogar mit Rücktrittsgedanken. Mercedes-Boss Toto Wolff findet deutliche Worte. Legende Alain Prost sieht eine reale Gefahr für den Abschied des Rekordweltmeisters.
Mercedes hat auf eine Berufung gegen das Ergebnis des letzten F1-Saisonrennens in Abu Dhabi verzichtet. Motorsportchef Toto Wolff zeigt sich jedoch nach wie vor von der Rennleitung enttäuscht.
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von SPORT1

Sorgt Lewis Hamilton wirklich für den Hammer und tritt aus der Formel 1 zurück?

Spekulationen darüber hatte zuletzt ein Bericht der e BBC genährt, wonach der Rekord-Weltmeister die Untersuchung der FIA-Kommission zum brisanten Saisonfinale 2021 abwarten will, bevor er seine Karriere im Jahr 2022 fortsetzt und erneut den achten Titel jagt. (BERICHT: Hamilton macht nur weiter, wenn...)

Dass es sich nicht nur um eine Phantomdiskussion handelt, machen nun auch Aussagen von Hamiltons Boss deutlich. Denn selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff kann nicht garantieren, dass sein Top-Star kommende Saison an den Start geht!

Hamilton-Rücktritt wäre „Armutszeugnis für ganze Formel 1“

„Ich hoffe sehr, dass wir ihn wiedersehen“, sagte der Österreicher der Krone und betonte: „Er ist der wichtigste Part unseres Sports. Es wäre ein Armutszeugnis für die ganze Formel 1, wenn der beste Fahrer wegen hanebüchener Entscheidungen beschließt, aufzuhören.“

Letztere Aussage baut noch einmal Druck auf die F1-Entscheider auf, von denen sich die Mercedes-Crew um Hamiltons WM-Titel betrogen fühlt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Sogar von konkreten Forderungen berichtet die BBC. Offenbar wünscht man sich eine Ablösung von Rennleiter Michael Masi und sogar von FIA-Technikchef Nicolas Tombazzis. Bereits in seiner Pressekonferenz nach Abu Dhabi hatte Mercedes-Teamchef Wolff angekündigt, „die FIA (bezüglich der Abu Dhabi-Kommission; Anm. d. Red.) zur Rechenschaft ziehen“ zu wollen.

Abu Dhabi „wird niemals vergessen sein“

Auch jetzt äußerte er sich drastisch und stellte klar, was in Abu Dhabi passiert sei, „wird niemals vergessen sein. Weil es einfach Unrecht war, was Lewis widerfahren ist. An diesem Tag war er unschlagbar. Bis der Rennleitung die Sicherungen durchgebrannt sind, sie auf drei Regelverstöße entschieden hat. Das ist nur schwer zu verstehen.“

Auch wenn Max Verstappen „über die Saison gesehen ein würdiger Weltmeister ist“, werde Mercedes das letzte Rennen noch lange nachhängen. „An diesem Tag war einer besser als der andere - und der hat nicht gewonnen“, insistierte Wolff. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Er kann verstehen, dass Hamilton nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. „Es ist für ihn unglaublich schwierig, bis er einen Weg zwischen Recht- und Unrechtsverständnis gefunden hat. Das dauert eben seine Zeit“, sagt Wolff. Er ist aber überzeugt, dass Hamilton zurückkehren wird: „Egal, welche Hürde ihm in den Weg gestellt wurde, er hat sein Leben lang gewusst, dass er auf der Rennstrecke sprechen muss.“

Lewis Hamilton zieht seine Motivation nach Ansicht von Mercedes-Chef Toto Wolff auch aus dem Rassismus, den er als Jugendlicher hat erleben müssen.
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Wolff: Das spornt Hamilton an

Prost sieht reale Gefahr, dass Hamilton zurücktritt

F1-Legende Alain Prost sieht dagegen eine reale Gefahr, dass Hamilton der F1 nach der Schmach wirklich den Rücken kehrt. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Er hat sicherlich genauso viele Gründe, aufzuhören wie weiterzumachen. Es steht 50:50″, meint der viermalige F1-Weltmeister im Journal du Dimanche.

Mercedes-Boss Wolff will seinen Star jedenfalls vorerst in Ruhe lassen und nicht unter Druck setzen, was die Entscheidung angeht. Wolff wird Hamilton „spätestens im Februar“ wieder persönlich treffen.

Einen ersten Fingerzeig könnte es aber schon diesen Freitag geben. Dann trifft sich der Österreicher laut Daily Mail mit dem neuen FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem. Dabei soll unter anderem die Personalie Masi auf den Tisch kommen. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

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