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Hamilton macht nur weiter, wenn...

Hamilton macht nur weiter, wenn...

Einem Bericht aus Großbritannien zufolge will Lewis Hamilton die Fortsetzung seiner Karriere in der Formel 1 an eine Bedingung knüpfen.
Lewis Hamilton zieht seine Motivation nach Ansicht von Mercedes-Chef Toto Wolff auch aus dem Rassismus, den er als Jugendlicher hat erleben müssen.
Bianca Garloff
Bianca Garloff
von Bianca Garloff

Ist es eine haltlose Drohung oder machen Lewis Hamilton und Mercedes jetzt ernst?

Wie die BBC berichtet, will Hamilton die Untersuchung der FIA-Kommission abwarten, bevor er seine Karriere im Jahr 2022 fortsetzt und erneut den achten Titel jagt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Demnach ist der britische Rekordweltmeister nach wie vor desillusioniert von den Vorgängen in den letzten Runden von Abu Dhabi, als Rennleiter Michael Masi das Prozedere hinter dem Safetycar etwas freier interpretierte als im Reglement vorgeschrieben. Anstatt dass sich alle überrundeten Fahrzeuge entrunden durften, lotste Masi aus Zeitgründen nur die ersten fünf durch.

Formel-1-Zukunft: Das soll Hamilton fordern

Was Hamilton immer noch ärgert? Hätte Masi, wie im Regelbuch verlangt, alle Piloten durchgewinkt, hätte er den Restart in der letzten Runde nicht geschafft – und Hamilton wäre jetzt Weltmeister. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Allein: Um Mercedes milde zu stimmen und eine Berufung abzuwenden, kündigte der Automobilweltverband eine Kommission an, die die Vorkommnisse von Abu Dhabi untersuchen soll. Doch bislang war davon nichts zu hören.

Laut BBC machen Hamilton und Mercedes jetzt Druck. Der Engländer habe sein Vertrauen in den Weltverband verloren. Das müsse wiederhergestellt werden, bevor Hamilton erneut in einen Formel-1-Rennwagen steigt.

Mercedes hat auf eine Berufung gegen das Ergebnis des letzten F1-Saisonrennens in Abu Dhabi verzichtet. Motorsportchef Toto Wolff zeigt sich jedoch nach wie vor von der Rennleitung enttäuscht.
01:11
Wolff sauer: "Hamilton wurde WM-Titel geraubt"

Dazu muss man wissen: Die Reporter der öffentlich-rechtlichen BBC stehen in enger Verbindung sowohl mit dem Hamilton-Clan als auch mit dem Mercedes-F1-Team mit Sitz in Brackley (Großbritannien).

Der Journalist des altehrwürdigen Medienhauses schreibt sogar von konkreten Forderungen. Offenbar wünscht man sich eine Ablösung von Rennleiter Michael Masi und sogar von FIA-Technikchef Nicolas Tombazzis. Bereits in seiner Pressekonferenz nach Abu Dhabi hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff angekündigt, „die FIA (bezüglich der Abu Dhabi-Kommission; Anm. d. Red.) zur Rechenschaft ziehen“ zu wollen.

Vettel als Hamilton-Nachfolger?

Eigentlich dürfte Hamiltons Vertrag dabei gar kein Thema sein. Der Kontrakt läuft noch bis Ende 2023. Doch seit Abu Dhabi ist der 36-Jährige abgetaucht. Was passiert also, wenn er wirklich hinschmeißt? (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Immer wieder wird dann Sebastian Vettel ins Spiel gebracht. Der Hesse hat aktuell zwar einen Vertrag mit Aston Martin. Doch für eine Ablösesumme dürfte der Weg zu Mercedes frei sein. Wenn man ihn dort überhaupt will. Schon 2020 entschied man sich für eine Vertragsverlängerung mit Valtteri Bottas statt für eine Verpflichtung des deutschen viermaligen Weltmeisters.

F1-Superstar Lewis Hamilton hat nicht nur einen hohen Reifenverschleiß, auch die Frauen an seiner Seite wechselte er gerne.
02:08
Playboy Hamilton: Das sind seine Eroberungen

Derzeit steht das Thema nicht wirklich zur Debatte. Alle Experten gehen davon aus, dass Hamilton weitermacht. „Er wird mit Sicherheit in der Formel 1 bleiben, ich nehme das ganze Geplänkel nicht ernst“, sagt beispielsweise Red-Bull-Weltmeister Max Verstappen. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Sollte sein Cockpit wider Erwarten doch frei werden, dürfte Bottas noch einmal die Chance seines Lebens erhalten. Als loyaler Diener hat er Mercedes seit Nico Rosbergs Rücktritt Ende 2016 zu fünf Konstrukteurs-WM-Titeln verholfen. Das dürfte im unwahrscheinlichen Fall des Falls belohnt werden.

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