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Formel 1: Pirelli verspricht mehr Attacken dank neuer, widerstandsfähiger Reifen an

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Formel 1: Pirelli verspricht mehr Attacken dank neuer, widerstandsfähiger Reifen an

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Reifen-Revolution in der Formel 1

Reifen-Revolution in der Formel 1

Gibt es in der Formel 1 künftig noch mehr Spektakel? Pirelli kündigt jedenfalls noch mehr Attacken an. Der Grund sind neue Reifen.
Auch fast drei Wochen nachdem Max Verstappen zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister geworden ist, ist er noch immer in Party-Laune. Auf einer Feier in Miami schnappt er sich sogar das Mikrofon des DJs.
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht für Formel-1-Fans? Reifenhersteller Pirelli hat auf seiner Jahrespressekonferenz verraten: Das schwarze Gold soll in der neuen Saison länger halten.

Hintergrund: Statt mit 13-Zoll-Pneus treten die Formel-1-Stars 2022 mit 18-Zoll-Niederquerschnittsreifen gegeneinander an. Es ist der größte Einschnitt der letzten 60 Jahre. Seit den 1960ern sind 13-Zoll-Felgen der Standard. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Doch die Königsklasse will sich mehr und mehr an die Automobilindustrie anlehnen – und da sind größere Felgen und weniger ballonartige Reifen der Hit.

Deshalb war Pirelli gefordert. Insgesamt 36 Tage lang haben die Italiener mit diversen Rennställen getestet, um für die neue Reifengeneration gerüstet zu sein.

Pirelli: Neue Reifen überhitzen weniger

Die Eckdaten der Entwicklung: 10.000 Stunden auf den Prüfständen in Mailand, 70 Prototypen, 30 Spezifikationen, die von den Formel-1-Fahrern ausprobiert wurden, 4267 zurückgelegte Runden, rund 20.000 Testkilometer. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Das Fazit von Pirelli-Sportchef Mario Isola: „Die Formel-1-Fahrer hatten sich gewünscht, dass sie Reifen bekommen, die weniger zum Überhitzen neigen und weniger abbauen. Mit unserer Neukonstruktion haben wir diese Ziele erreicht, wie sich bei den Nachsaisontests in Abu Dhabi bewiesen hat. Dort hat sich gezeigt: Die neuen Reifen halten besser stand.“

Heißt auch: Die Piloten können länger und härter attackieren. Allerdings dürfte die Zahl der Boxenstopps und damit der strategischen Varianten sinken. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Isola: „Wir glauben, wir werden tendenziell weniger Boxenstopps erleben, aber dafür mehr Action auf der Strecke.“

Überblick über alle Fahrerpaarungen für die Formel-1-Saison 2022: Sergio Perez bleibt bei Red Bull, Sebastian Vettel bei Aston Martin und George Russell ersetzt Valtteri Bottas.
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Formel-1-Fahrer 2022: Alle Cockpits, Wechsel, Verträge

Formel 1: Pirelli reagiert auf neue Wagen

Wichtig auch: Laut Pirelli sind die Rennwagen der neuen Generation kaum langsamer als die alten – obwohl sie schwerer sind und weniger Abtrieb produzieren sollen.

„Die neuen Autos werden nur 0,5 bis eine Sekunde pro Runde langsamer sein als Ende 2021″, verrät der Italiener. „Und wenn die Entwicklung so vorangeht, wie ich es erwarte, werden die Wagen Ende 2022 so schnell sein 2021.“

Noch eine gute Nachricht: Teure und hochkomplizierte Tricks, die Reifen ins perfekte Arbeitsfenster zu bringen, dürften der Vergangenheit angehören. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Isola: „Bislang wurden Bremsen und Felgen dazu genutzt, Reifendruck und -temperatur zu beeinflussen, um das Gummi perfekt zu nutzen. Das geht in diesem Ausmaß 2022 aber nicht mehr, weil der Bereich um die Räder komplett anders gestaltet worden ist. Wie nachhaltig das innere Aufwärmen der Reifen noch versucht werden kann, müssen die Tests mit den neuen Autos zeigen.“

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